Defibrillator: Therapeutische Anwendung

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (08. Mai 2015)

Ein gezielter elektrischer Stromimpuls per Defibrillator ist als therapeutische Anwendung bei bestimmten Herzerkrankungen beziehungsweise Notfällen sinnvoll – und oftmals lebensrettend. Man unterscheidet zwei Verfahren der Defibrillation:

Asynchrone Defibrillation

Bei der asynchronen Defibrillation gibt der Defibrillator die Energie unmittelbar nach Betätigung des Auslöseknopfs an den Patienten ab. Die asynchrone Defibrillation eignet sich zum Beispiel zur Behandlung von lebensbedrohlich stark beschleunigtem Herzschlag (über 300 Schlägen pro Minute), bei dem das Herz kaum noch Blut in den Körper pumpt.

Synchrone Defibrillation

Bei der sogenannten synchronen Defibrillation – auch Kardioversion genannt – löst der Defibrillator den aktivierten Stromimpuls erst nach einer kurzen Verzögerung aus. Die Kardioversion eignet sich dann, wenn bestimmte Anteile des Herzens (die Herzkammern) noch regelmäßig schlagen, zum Beispiel bei Vorhofflimmern oder -flattern. Durch die Verzögerung können die Herzkammern ungestört arbeiten, während sich der Stromimpuls nur auf die den Kammern vorgeschalteten Herzvorhöfe auswirkt.