Darmspiegelung (Koloskopie): Risiken

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Dezember 2014)

Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist eine sehr risikoarme Untersuchung. Mit welchen Risiken die Darmspiegelung im Einzelnen verbunden sein kann, erklärt Ihr Arzt Ihnen in einem Vorgespräch.

Schmerzen spielen bei den mit einer Darmspiegelung verbundenen Risiken kaum eine Rolle: Dank der weichen Schläuche sowie der winzigen Kameras und Lichtquellen, mit denen die modernen Koloskope ausgestattet sind, ist die Untersuchung zwar möglicherweise unangenehm, aber für den Körper nicht belastend und nur vereinzelt schmerzhaft. Fast immer reicht die nachträgliche Beurteilung der Koloskopie:

  • von gut akzeptabel
  • über etwas unangenehm
  • bis unangenehm, aber ertragbar.

Nur wenige Menschen empfinden die Darmspiegelung als sehr unangenehm. Um dies zu vermeiden, besteht jedoch die Möglichkeit, vor (und bei Bedarf auch während) der Untersuchung Beruhigungs- und Schmerzmittel zu verabreichen.

Zu den bei der Darmspiegelung möglichen Risiken gehören:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen gegen die verwendeten Medikamente,
  • leichte Blutungen im Darm (v.a. bei erhöhter Blutungsneigung und wenn der Arzt mit dem Koloskop Darmpolypen entfernt),
  • Kreislaufprobleme (bei entsprechenden Vorerkrankungen) und
  • Darmwandschädigungen durch das Instrument (v.a. bei vorgeschädigter Darmwand, z.B. bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen).

Diese Koloskopie-Komplikationen sind jedoch außerordentlich selten und durch geeignete Gegenmaßnahmen in der Regel schnell zu beherrschen. Im hohen Alter steigen die von einer Darmspiegelung ausgehenden Risiken für Komplikationen allerdings.

Um bei einer Darmspiegelung keine unnötigen Risiken einzugehen, kommt die Untersuchung bei einer akuten Darmentzündung nicht zum Einsatz. Zudem ist es wichtig, dass Sie – bevor Sie sich einer Koloskopie unterziehen – unbedingt Ihren Arzt informieren, wenn Sie: