Darmspiegelung (Koloskopie): Anwendungsgebiete

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Dezember 2014)

Die Darmspiegelung (Koloskopie) kann aus verschiedenen Gründen zum Einsatz kommen. Eines ihrer wichtigsten Anwendungsgebiete ist die Krebsvorsorge: Ab einem Alter von 55 Jahren hat jeder Anspruch auf die Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs. Bei Menschen, die erblich bedingt oder wegen einer Vorerkrankung ein erhöhtes Darmkrebsrisiko haben, spielt die Darmspiegelung als Vorsorgeuntersuchung eine noch größere Rolle.

Neben der Vorsorge dient die Darmspiegelung auch der Abklärung von bestehenden unerklärlichen Darmbeschwerden (wie z.B. Blut im Stuhl, Bauchkrämpfe, veränderte Stuhlgewohnheiten, lang anhaltende Durchfälle, Gewichtsabnahme oder Appetitlosigkeit). Für die Darmspiegelung typische Anwendungsgebiete sind der Verdacht auf:

Wenn sich eine solche Verdachtsdiagnose durch Darmbeschwerden ergibt, ist die Darmspiegelung die wirksamste Methode, um Gewissheit zu erhalten. Die Koloskopie ist die einzige Untersuchung, mit der man den gesamten Dickdarm und Mastdarm untersuchen kann.

Diagnostische Untersuchungen sind aber nicht die einzigen für eine Darmspiegelung infrage kommenden Anwendungsgebiete: Während der Koloskopie ist es gleichzeitig möglich, Gewebeproben zu entnehmen (Biopsie), deren mikroskopische Auswertung oft eindeutige Aussagen erlaubt. Auch kleine Eingriffe – vor allem die Entfernung von Darmpolypen – sind mit dem Endoskop möglich.