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Darmkrebsfrüherkennung

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (21. Februar 2014)

© Jupiterimages/Monkey Business

Unter dem Begriff Darmkrebsfrüherkennung ("Darmkrebsvorsorge") versteht man verschiedene Untersuchungen, mit deren Hilfe man Darmkrebs möglichst früh feststellen kann.

Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebstodesursache. Meist entsteht er aus zunächst gutartigen Schleimhautwucherungen (Darmpolypen bzw. Adenomen). Diese Wucherungen wachsen sehr langsam, deshalb stehen die Heilungschancen bei Darmkrebs umso besser, je früher der Arzt die Gewebeveränderungen bemerkt. Wer regelmäßig zur Darmkrebsfrüherkennung geht, hat im Falle einer Erkrankung daher gute Aussichten auf eine Heilung.

Viele benutzen den Begriff Darmkrebsvorsorge gleichbedeutend mit Darmkrebsfrüherkennung – das ist genaugenommen jedoch nicht ganz richtig. Die vorgenommenen Untersuchungen dienen tatsächlich dazu, Darmkrebs (sofern vorhanden) möglichst frühzeitig zu erkennen und behandeln. Sie können jedoch der möglichen Entstehung der Erkrankung nicht vorbeugen, wie es bei einer "Vorsorge" (Prävention) der Fall wäre.

Wer sollte zur Darmkrebsfrüherkennung gehen?

Um das 50. Lebensjahr herum steigt statistisch gesehen die Häufigkeit von Darmkrebs rapide an. Deshalb ist es sinnvoll, die von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ab dem 50. Lebensjahr angebotene Darmkrebsfrüherkennung in Anspruch zu nehmen.

Die "Darmkrebsvorsorge" besteht in der Regel aus folgenden Untersuchungen:

  • für 50- bis 54-Jährige aus einem Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Hämoccult-Test).
  • für über 55-Jährige aus einer Darmspiegelung (Koloskopie).

Liegen bereits Risikofaktoren vor – wie zum Beispiel ein Darmkrebs-Fall in der Familie –, sollte man mit den Früherkennungsuntersuchungen bereits vor dem 55. Lebensjahr beginnen. Auch bei Anzeichen wie Blut im Stuhl oder bei häufigen Durchfällen ist es empfehlenswert, an einer Früherkennungsuntersuchung teilzunehmen, um Darmkrebs auszuschließen.

Video: Darmkrebs


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