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Craniosacrale Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Mai 2013)

© Jupiterimages/Wavebreak Media

Die craniosacrale Therapie ist ein alternatives Behandlungsverfahren, bei dem ein Therapeut spezielle Handgriffe einsetzt, um unterschiedliche Beschwerden zu lindern. Dieses Verfahren zählt deshalb zu den sogenannten manuellen (lat. manus = Hand) Behandlungsmethoden. Die Handgriffe setzen bei der craniosacralen Therapie am Schädel (Cranium) und am Kreuzbein (Sacrum) an. Daher leitet sich der Name "craniosacrale Therapie" ab.

Die craniosacrale Therapie stützt sich auf eine Theorie, die mit der Strömung des Hirnwassers (Liquor) zusammenhängt: Befürworter der craniosacralen Therapie gehen davon aus, dass der Hirnwasserstrom das menschliche Wohlbefinden stark beeinflusst. Liegt eine Veränderung der Hirnwasserströmung vor, gilt dies ihrer Meinung nach als Ursache für bestimmte Erkrankungen und Symptome.

Therapeuten setzen die craniosacrale Therapie ein, um den normalen Hirnwasserfluss wiederherzustellen. Sie spüren dazu Störungen der Hirnwasserströmung auf und versuchen sie dann durch spezielle Drucktechniken zu beheben. Die craniosacrale Therapie soll so die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und eine tiefgreifende Heilung anregen.

Die Behandlung soll Verspannungen lösen, die Durchblutung verbessern und letztlich Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Allergien lindern. Weitere Anwendungsgebiete der craniosacralen Therapie sind zum Beispiel Beschwerden des Bewegungsapparates und Migräne. Speziell bei Kindern wenden Therapeuten die craniosacrale Therapie auch bei Hyperaktivität, nervösen Tics und Haltungsschäden an. Bisher gibt es allerdings keine Studien, die eine Wirksamkeit der craniosacralen Therapie ausreichend wissenschaftlich belegen.

Eine craniosacrale Therapie-Einheit dauert meist eine Stunde und läuft sehr konzentriert und ruhig ab – nicht selten schläft ein Patient während der Behandlung ein. Eine craniosacrale Therapie kann bei Erwachsenen aus mehreren Einzelbehandlungen bestehen, zwischen denen ein zeitlicher Abstand von meist einer Woche liegt.


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