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Computertomographie (CT)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. Januar 2014)

© Jupiterimages/PhotoDisc

Die Computertomographie (CT) ist eine moderne Röntgenuntersuchung, die schichtweise Bilder aus dem Körperinneren liefert. Die Computertomographie zählt zu den sogenannten bildgebenden Untersuchungsverfahren, mit deren Hilfe ein genauer Blick in den Körper möglich ist, ohne ihn – wie bei einer Operation – aufschneiden zu müssen.

Eine Computertomographie erfolgt im sogenannten Computertomographen, die gebräuchliche Abkürzung lautet CT. Es handelt sich um ein röhrenförmiges Gerät, in das der Patient auf einem integrierten Untersuchungstisch hineingeschoben wird.

Während der Untersuchung rotiert der Computertomograph um den Patienten herum. Auf diese Weise lassen sich präzise Bilder Schicht für Schicht aus allen Körperregionen anfertigen. Im Gegensatz hierzu bildet die klassische Röntgenuntersuchung den untersuchten Körperteil immer nur aus einer Richtung ab. Für den Patienten ist eine Computertomographie schmerzfrei.

Die Aufnahmen gibt das Aufnahmegerät an einen Computer weiter, der sie auswertet und als Bild anzeigt. In der Regel dauert die Untersuchung nur einige Minuten, abhängig von der Fragestellung und welche Organe im CT untersucht werden. Neue Programme können zusätzlich aus den einzelnen Aufnahmen ein dreidimensionales Computermodell erstellen.

Die Schichtbilder der CT-Untersuchung sind meist in Graustufen dargestellt. Sie sehen aus, als ob man den Patienten von den Füßen aus an verschiedenen Schnittstellen betrachtet. Optisch ähneln die einzelnen Bilder einer Computertomographie, denen eines Röntgenbildes.

So wie bei der konventionellen Röntgenaufnahme gibt es auch bei der Computertomographie (CT) zahlreiche Anwendungsgebiete. Eine CT lässt sich im Prinzip für alle Körperteile beziehungsweise Organe nutzen. Sie kommt zum Beispiel zum Einsatz, um Tumoren in inneren Organen wie Gehirn, Leber oder Lunge festzustellen. Auch bei der Diagnose von Schlaganfällen oder komplizierten Brüchen spielt die CT eine Rolle.

Um Organe und Blutgefäße besser darzustellen, kann der Arzt vor der Computertomographie ein jodhaltiges Kontrastmittel geben.

Der erste Computertomograph wurde in den 1960er Jahren von G. Hounsfield und A. Cormack entwickelt. 1979 erhielten sie dafür den Medizinnobelpreis). Seitdem hat man die Technik laufend verbessert. 1998 wurde die Computertomographie um die sogenannte Multidetektortechnik erweitert, die es ermöglicht, drei- anstatt zweidimensionale Schnittbilder zu produzieren. So lässt sich mittels CT der Körper aus einer beliebigen Richtung sowie in einer ausgewählten Schicht betrachten, was unter anderem die Diagnose von Herzerkrankungen vereinfacht.

Was passiert bei einer CT?

Vor einer Computertomographie sollte immer die Strahlenbelastung durch die Röntgenstrahlen bedacht werden. Arzt und Patient sollten vorab abwägen, ob eine derartige Untersuchung im CT tatsächlich notwendig ist oder auch ein entsprechendes Ergebnis auch mit einer weniger strahlenbelastenden Untersuchung erlangt werden kann.


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