Chiropraktik: Chiropraktik = Chirotherapie?

Veröffentlicht von: Till von Bracht (23. April 2013)

Die Begriffe Chiropraktik und Chirotherapie bezeichnen nicht dasselbe. Während die Chirotherapie ausschließlich auf die Therapie von sogenannten Gelenkblockaden abzielt, bezieht die Chiropraktik auch die Wechselwirkungen zwischen Bewegungsapparat, Organen und Nervensystem mit ein.

Bei der Chirotherapie legen vor allem Ärzte Hand an. In speziellen Ausbildungen zusätzlich zum Medizinstudium können Mediziner die entsprechenden Handgriff-Techniken erlernen – und damit die Zusatzbezeichnung als Chirotherapeut erlangen. Im Rahmen der Chirotherapie können die Ärzte dann Gelenkstörungen diagnostizieren und auch behandeln. Dabei unterscheidet man die Mobilisation von der Manipulation.

Die Mobilisation ist die sogenannte weiche Technik der Chirotherapie: Sie beeinflusst Verspannungen der Muskulatur und damit auch die Gelenkstörung. Manipulationen sind dagegen "harte Techniken". Diese Chirotherapie-Technik soll gezielt die gestörte Gelenkbewegung verbessern. Ob für einen Patienten solche Manipulationen infrage kommen, richtet sich auch nach seinem Gesundheitszustand: Leidet er zum Beispiel an Osteoporose, Knochentumoren oder Fehlbildungen, scheiden harte Techniken für die Behandlung aus.