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Chemotherapie-Nebenwirkungen

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (08. August 2014)

Allgemeines

Bei vielen Patienten führt die Behandlung von Krebs durch eine Chemotherapie zu Nebenwirkungen, die sowohl kurz- als auch langfristig auftreten und die Lebensqualität der Patienten einschränken können. Aus diesem Grund ist neben der Chemotherapie auch eine Behandlung ihrer Nebenwirkungen notwendig.

Die Chemotherapie-Nebenwirkungen hängen vor allem von der Art und Dosis der Zytostatika ab – also der Medikamente, die bei einer Chemotherapie verabreicht werden. Zudem spielt die Dauer der Behandlung und der gesundheitliche Allgemeinzustand des Betroffenen eine Rolle.

Zwar richtet sich die Wirkung der Zytostatika gegen die bösartigen Tumorzellen, sie schädigen jedoch auch immer gleichzeitig in einem gewissen Umfang gesunde Zellen, was die Ursache vieler Nebenwirkungen ist. Vor allem Gewebe, in denen sich Zellen häufig teilen (z.B. Knochenmark oder Darmschleimhaut), können durch eine Chemotherapie geschädigt werden. Häufige Chemotherapie-Nebenwirkungen sind zum Beispiel Übelkeit und Erbrechen. Sie können bereits unmittelbar während der Behandlungsphase auftreten. Bestimmte Medikamente, die gegen Übelkeit und Erbrechen wirken (Antiemetika), können diese Chemotherapie-Nebenwirkungen heute nahezu vollständig unterdrücken.

Eine Chemotherapie hat auch Nebenwirkungen an den Haarwurzeln, die zu Haarausfall führen können. Vor allem Frauen erleben diese Folgen der Chemotherapie häufig als beeinträchtigend. Gegen diese Nebenwirkungen der Zytostatika-Behandlung lässt sich kaum etwas machen, allerdings wachsen die Haare nach Beendigung der Chemotherapie rasch wieder nach.

Eine Chemotherapie führt dazu, dass im Knochenmark weniger Blut gebildet wird. Folglich nimmt die Zahl der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen ab. Die weißen Blutkörperchen spielen eine wichtige Rolle für das Abwehrsystem, die Blutplättchen sind für eine funktionierende Blutgerinnung zuständig. Die Patienten sind daher anfälliger für Infekte und bluten leichter. Um im Laufe einer Chemotherapie diese Nebenwirkungen abzuschwächen, versucht man, die Blutbildung durch sogenannte Wachstumsfaktoren zu unterstützen.

Häufig schädigt die Chemotherapie auch die roten Blutkörperchen, wodurch Nebenwirkungen entstehen können. Die roten Blutkörperchen sind im Blut für den Transport von lebensnotwendigem Sauerstoff verantwortlich – fehlen diese Zellen, können unter anderem schwere Erschöpfungszustände auftreten, die trotz angemessener Ruhepausen nicht verschwinden. Mediziner nennen diese Beschwerden "Fatigue". Das Fatigue-Syndrom ist eines der häufigsten Begleitsymptome einer Krebserkrankung beziehungsweise deren Behandlung. Verschiedene Maßnahmen können diese spezielle Chemotherapie-Nebenwirkung lindern. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Entspannung
  • körperliche Bewegung
  • das Führen eines Fatigue-Tagebuchs
  • eine enge Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten.

Jeder Betroffene geht anders mit der Chemotherapie und ihren Nebenwirkungen um. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und holen Sie sich professionelle Unterstützung, wenn Sie merken, dass die Folgen der Chemotherapie Ihre Lebensqualität zu stark einschränken.






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