Chemotherapie-Nebenwirkungen: Infektanfälligkeit

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. August 2014)

Bei einer Chemotherapie sind auch die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) von den Nebenwirkungen betroffen. Sie sind Teil des Immunsystems und spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern. Sind nicht ausreichend weiße Blutkörperchen vorhanden, ist die Infektanfälligkeit erhöht.

Die Reifung der weißen Blutkörperchen im Knochenmark dauert etwa 10 bis 14 Tage. Sogenannte Wachstumsfaktoren steuern diesen Vorgang. Die Lebensdauer der weißen Blutkörperchen ist wesentlich kürzer als ihre Reifung im Knochenmark, sie beträgt nur wenige Stunden bis Tage. Infolgedessen sinkt die Zahl der weißen Blutkörperchen bei einer Chemotherapie im Allgemeinen sehr schnell.

Ein Mangel an weißen Blutkörperchen macht die betroffenen Personen anfälliger für Infekte. Die Folge können schwere, teilweise lebensbedrohliche Infektionen sein. Um diesem Mangel vorzubeugen oder ihn auszugleichen, erhalten die Betroffenen Wachstumsfaktoren, welche die Reifung der weißen Blutkörperchen im Knochenmark beschleunigen.

Neben Wachstumsfaktoren ist es bei einer Chemotherapie generell wichtig, Nebenwirkungen wie Infektionen im Vorfeld zu vermeiden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn gleichzeitig die Schleimhäute entzündet sind, da Krankheitserreger leichter durch die geschädigte Haut eindringen können.

Worauf sollte man achten?

Während der Chemotherapie ist es wichtig, auf folgende Anzeichen einer Infektion zu achten und im Zweifelsfall unverzüglich einen Arzt zu konsultieren: