Chemotherapie-Nebenwirkungen: Haarausfall

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. August 2014)

Der Haarausfall (Alopezie) gehört zu den häufigen Chemotherapie-Nebenwirkungen. Er stellt für viele Menschen, vor allem für Frauen, oftmals ein Problem dar.

Die Zellen, die das Haar in der Kopfhaut verankern, teilen sich – wie Krebszellen – sehr schnell und werden somit durch die Medikamente einer Chemotherapie (Zytostatika) angegriffen. Betroffenen fallen im Verlauf der Behandlung meist alle Haare aus. Etwa vier Wochen nach Ende der Chemotherapie beginnen die Haare wieder zu wachsen.

Verschiedene Maßnahmen ermöglichen es, den Haarausfall zu kaschieren – zum Beispiel eine Perücke: Bei einer medizinischen Qualitätsperücke ist der Übergang von natürlichem zu künstlichem Haar für das Umfeld häufig kaum sichtbar. Wichtig ist dabei, dass man die Perücke rechtzeitig vor dem Haarausfall auswählt, damit sie dem eigenen Haar optimal angepasst werden kann. Eine gute Perücke zeichnet sich durch sicheren Halt aus und besteht aus hochwertigem Kunsthaar, das kaum von Echthaar zu unterscheiden ist. Alternativ zu einer Perücke können auch Tücher oder Mützen den Haarausfall überdecken.

Immer mehr Betroffene stehen allerdings zu ihrem Haarverlust und versuchen nicht, ihn zu verdecken. Diese Strategie hilft einigen Patienten, sich mit der Krebserkrankung und den Chemotherapie-Nebenwirkungen besser auseinanderzusetzen. Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er mit dem Problem des Haarverlusts umgeht und was ihm persönlich gut tut.

Tipps für den Umgang mit dem Haarverlust

  • Schneiden Sie Ihr Haar vor der Chemotherapie kurz, dies mildert den Übergang zum Fehlen der Haare.
  • Schonen Sie Ihr Haar vor und während der Therapie, verwenden Sie milde Shampoos und weiche Bürsten.
  • Überlegen Sie sich im Vorfeld, ob Sie Haarersatz oder Tücher tragen möchten, und wählen Sie gegebenenfalls rechtzeitig eine Perücke aus.