Chemotherapie-Nebenwirkungen: Blutungsneigung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. August 2014)

Auch eine erhöhte Blutungsneigung zählt bei der Chemotherapie zu den Nebenwirkungen. Die eingesetzten Medikamente (Zytostatika) schädigen das Knochenmark, das für die Blutbildung verantwortlich ist. Betroffen sind neben roten und weißen Blutkörperchen auch die Blutplättchen (Thrombozyten), die eine entscheidende Rolle bei der Blutgerinnung spielen.

Normalerweise folgen die Blutplättchen dem Blutstrom. Bei einer Verletzung sammeln sie sich an der Wundstelle und bilden einen Pfropf, der die Wunde verschließt. Nach einer gewissen Zeit verschorft dieser Pfropf und fällt schließlich ab.

Bei einem Mangel an Blutplättchen – zum Beispiel durch eine Chemotherapie – ist die Blutungsneigung erhöht – das heißt, es kann zu spontanen Blutungen im Bereich der Haut oder Schleimhäute kommen. Auch Nasenbluten oder blutiger Urin können auftreten.

In schweren Fällen können die fehlenden Blutplättchen ersetzt werden. Die Betroffenen erhalten dann über die Vene ein Thrombozyten-Konzentrat, um diese Chemotherapie-Nebenwirkungen auszugleichen.