Bypass-Operation: Risiken und Komplikationen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Oktober 2014)

Die Bypass-Operation ist mittlerweile ein Routineeingriff. Wie jeder Eingriff am offenen Herzen ist aber auch diese Operation nicht risikofrei. Die häufigsten Komplikationen sind:

  • Wundinfektionen: Wundinfektionen lassen sich trotz steriler Bedingungen im Operationssaal und vorbeugender Antibiotikagabe nicht immer vermeiden. Meist sind sie aber mit Medikamenten gut behandelbar.
  • Nachblutungen: Bei Nachblutungen an den Nahtstellen des Bypasses strömt Blut in den Spalt zwischen Herz und umliegendem Gewebe (Herzbeutel) und behindert so die Pumpfunktion des Herzens. Bei dieser Komplikation ist eine Notfall-Operation nötig.
  • Herzbeutelentzündung: Eine Herzbeutelentzündung (Perikarditis) kann durch die Reizung des Herzbeutels bei der Operation entstehen.
  • Blutgerinnsel: Blutgerinnsel, die sich an den Gefäßwänden abgelagert haben, können sich lösen, mit dem Blutstrom fortgeschwemmt werden und an anderer Stelle eine Arterie verstopfen. Gelangt die Ablagerung bis in das Gehirn, kann es in seltenen Fällen zum Schlaganfall kommen.
  • Herzinsuffizienz: Das Herz kann durch die lange Operationsdauer eine Zeit lang zu schwach sein, um seine Funktion komplett zu erfüllen. Medikamente oder auch eine unterstützende Pumpe können aber eine solche Herzinsuffizienz nach einer Bypass-Operation mildern oder beseitigen.
  • Blutgerinnungsstörungen: Während der Bypass-Operation fließt das Blut durch die Kunststoffschläuche der Herz-Lungen-Maschine. Dadurch können Gerinnungsstörungen auftreten.
  • Herzinfarkt: Ein geringer Teil (etwa fünf Prozent) der Patienten erleidet während der Operation einen Herzinfarkt, der aber sofort behandelt werden kann.

Die Sterblichkeitsrate bei der Bypass-Operation ist gering – sie liegt bei einem bis drei Prozent.