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Bronchoskopie (Lungenspiegelung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. Juli 2013)

© Jupiterimages/iStockphoto

Mithilfe der Bronchoskopie (Lungenspiegelung) kann der Arzt die Luftröhre und ihre großen Abzweigungen (Bronchien) einsehen. Die Bezeichnung Bronchoskopie setzt sich aus den beiden Wörtern Bronchus (= Luftröhre) und skopei (= betrachten) zusammen.

Es gibt zwei Bronchoskopie-Verfahren: die flexible und die starre Bronchoskopie. Welches Verfahren am besten geeignet ist, hängt unter anderem von den jeweiligen Beschwerden des Untersuchten ab.

Bei der flexiblen Bronchoskopie führt der Arzt einen dünnen, biegsamen Schlauch in die Atemwege ein. An der Spitze des Schlauchs befindet sich eine kleine Kamera, mit welcher der Arzt die Atemwege nach Veränderungen absucht. Für diese Untersuchung ist in der Regel nur eine lokale Betäubung notwendig.

Bei der starren Bronchoskopie führt der Untersucher anstelle des Schlauchs ein starres Metallrohr über den Mund oder die Nase ein. Der Patient erhält dabei in der Regel eine Vollnarkose. Die starre Bronchoskopie bietet gegenüber der flexiblen Bronchoskopie mehr diagnostische und therapeutische Möglichkeiten. So lassen sich zum Beispiel Fremdkörper besser aus dem Bronchialsystem entfernen.

Man sieht die schematische Darstellung der Lungen und der oberen Atemwege.

Die Bronchoskopie dient dazu, Erkrankungen der Lunge festzustellen.

Die Bronchoskopie dient dem Arzt in erster Linie dazu, Erkrankungen der Atemwege zu diagnostizieren beziehungsweise auszuschließen, zum Beispiel einen Lungentumor oder einen Pilzbefall der Lunge. Außerdem setzt er die Lungenspiegelung zur Therapie ein: Beispielsweise kann er mithilfe der Bronchoskopie Fremdkörper aus den Atemwegen entfernen, Sekret aus den Bronchien absaugen und Blutungen in den Atemwegen stillen.

Bei Lungenkrebs ist die Bronchoskopie zusammen mit der Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) eine der wichtigsten Untersuchungsmethoden.

Komplikationen kommen bei einer Bronchoskopie nur selten vor. Manchmal treten nach der Untersuchung kleine Blutungen auf oder der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt ab (Hypoxämie).

Die Bronchoskopie ist bei manchen Patienten nicht immer empfehlenswert. Bei Personen, die bestimmte Herzerkrankungen oder Blutgerinnungsstörungen haben, entscheidet der Arzt gemeinsam mit dem Betroffenen individuell, ob eine Bronchoskopie möglich ist.


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