Bronchoskopie (Lungenspiegelung): Durchführung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. Juli 2013)

Die Vorbereitung

Einer Bronchoskopie (Lungenspiegelung) gehen meist mehrere vorbereitende Untersuchungen voraus: Zu Beginn der Untersuchung stehen immer ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) und die körperliche Untersuchung. In der Regel schließen sich weitere Untersuchungen an, zum Beispiel eine Röntgenaufnahme des Brustraums, eine Blutuntersuchung oder ein Lungenfunktionstest.

Am Untersuchungstag selbst ist es wichtig, dass der Untersuchte nüchtern bleibt, da das Einführen des Bronchoskops in den Rachen einen Brechreiz auslösen kann. Um dem Betroffenen die Lungenspiegelung zu erleichtern, erhält er vor der Bronchoskopie oftmals ein Schlafmittel.

Führt der Arzt eine flexible Bronchoskopie mit einem biegsamen, etwa bleistiftdünnen Schlauch durch, inhaliert der Untersuchte ein Mittel zur örtlichen Betäubung (z.B. Lidocain) oder der Arzt sprüht ihm das Medikament in den Rachen.

Bei einer starren Bronchoskopie erhält der Patient eine Vollnarkose.

Die Untersuchung

Bei der Bronchoskopie verwendet der Arzt ein spezielles Gerät, das sogenannte Bronchoskop, das am Ende eines biegsamen Schlauchs oder eines starren Rohrs befestigt ist. Das Bronchoskop setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:

  • Kamera mit Lichtquelle
  • Zugänge für das Spülen und Absaugen
  • Kanäle zum Einführen weiterer Instrumente

Während der Untersuchung schiebt der Arzt das Bronchoskop durch die Nase oder den Mund am Kehlkopf vorbei durch die Luftröhre bis zu den großen und mittleren Bronchien. Der Untersuchte liegt dabei auf dem Rücken. Eine Bronchoskopie erfolgt immer unter Betäubung. Bei der flexiblen Bronchoskopie reicht eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie). Führt der Arzt die Untersuchung mit einem starren Rohr durch, ist eine Vollnarkose nötig.

Die gesamte Untersuchung dauert etwa 20 Minuten. Danach bleibt der Untersuchte noch einige Zeit unter ärztlicher Beobachtung und darf etwa eine Stunde lang keine Nahrung zu sich nehmen. Außerdem sollte er wegen möglicher Nachwirkungen des Betäubungsmittels für die nächsten 24 Stunden nicht am Straßenverkehr teilnehmen.