Brillen: Historisches

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. November 2012)

Über Brillen und ihre Entwicklung liegt Historisches aus verschiedenen Epochen vor: Schon im elften Jahrhundert kam der arabische Gelehrte Ibn el Haitam in seinem Werk "Schatz der Optik" auf den Gedanken, das Auge mithilfe einer geschliffenen optischen Linse zu unterstützen. Europäische Mönche übersetzten im 13. Jahrhundert sein Buch ins Lateinische und griffen seine Idee wieder auf: Sie fertigten aus Quarz, Bergkristall und Beryll die ersten Lesesteine, die über jede Zeile einzeln zu führen waren. Bald folgten Leseglas und Brille.

Die ersten Brillen im 13. Jahrhundert, sogenannte Nietbrillen, besaßen noch keinerlei Halterung, ihre Fassungen bestanden aus Eisen, Holz oder Horn. Sie wurden durch zwei übereinander genietete, instabile, eingefasste Gläser gebildet, die einfach vor die Augen gehalten wurden. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die sogenannte Bügelbrille entwickelt, bei der die gefassten Gläser mit einem Bügel verbunden waren. Nach Mützenbrillen, Monokel, Stirnreifenbrillen, Gelenkbrillen, Zwicker, Fadenbrillen und Lorgnon folgte im 18. Jahrhundert die Entwicklung der Brille, wie wir sie heute kennen: der Ohrenbrille.