Bodyplethysmo­graphie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. Juli 2013)

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Die Bodyplethysmographie (auch Ganzkörperplethysmographie) ist ein wichtiges Verfahren zur Prüfung der Lungenfunktion. Anhand der Ergebnisse der Bodyplethysmographie (plethys = Menge; graphein = aufzeichnen) kann der Arzt beurteilen, ob Lunge und Atemwege normal arbeiten oder durch Erkrankungen geschädigt beziehungsweise verengt sind.

Mithilfe der Bodyplethysmographie lässt sich die Luftmenge in der Lunge messen. Neben dem gesamten Lungenvolumen gibt die Untersuchung Auskunft über den Atemwegs-Widerstand (Resistance) und das Residualvolumen. Der Atemwegs-Widerstand bezeichnet den Strömungswiderstand in den Atemwegen. Das Residualvolumen bezeichnet die Luftmenge, die auch dann in der Lunge verbleibt, wenn die untersuchte Person maximal ausgeatmet hat.

Während der Bodyplethysmographie sitzt die zu untersuchende Person in einer luftdichten Glaskammer und atmet über ein Mundstück ein und aus. Ein Messgerät registriert unter anderem die Druckveränderungen in der Kammer, die beim Atmen entstehen.

Die Bodyplethysmographie ist vor allem für die Diagnose von obstruktiven (Verengung oder Verlegung der Atemwege) und restriktiven (Entfaltung der Lunge behindert) Lungenerkrankungen sehr bedeutsam.

Obstruktive Lungenerkrankungen sind zum Beispiel:

Zu den restriktiven Lungenerkrankungen zählen unter anderem:

Die Bodyplethysmographie zeigt auch an, wie schwer die Lungenerkrankung ist. Besonders bei Krankheiten der Lunge, die chronisch voranschreiten können, kann regelmäßiges Messen der Lungenfunktion Veränderungen rechtzeitig anzeigen – so kann der Arzt sofort behandeln.

Für die Bodyplethysmographie ist es nicht unbedingt nötig, dass der Patient aktiv an der Untersuchung mitarbeitet. Die Werte lassen sich bereits ablesen, während der Patient ganz normal atmet. Außerdem birgt die Bodyplethysmographie keinerlei Risiken für die Gesundheit des Untersuchten – es wirken weder Strahlung noch andere schädliche Einflüsse auf ihn ein.

Von der Bodyplethysmographie unterscheidet man die Spirometrie. Diese wird auch als "kleine Lungenfunktion" bezeichnet. Die Spirometrie zeigt, wie viel Luft der Patient ein- und ausatmen kann – sie liefert aber, im Gegensatz zur Bodyplethysmographie, keine exakten Ergebnisse zum gesamten Luftvolumen der Lunge oder zum Atemwegs-Widerstand.