Bluttransfusion: Herstellung von Blutkonserven

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Juni 2015)

Das zur Bluttransfusion nötige Blut stammt aus einer Blutkonserve. Für die Herstellung von Blutkonserven sind für gewöhnlich große Anbieter verantwortlich: Dies können Wohlfahrtsorganisationen oder private Unternehmen sein. Die Anbieter liefern die verschiedenen Arten von Blutkonserven – regelmäßig und nach Bedarf – an Ärzte und Krankenhäuser, die sie für Bluttransfusionen einsetzen.

Erythrozytenkonzentrat

Bei einer Bluttransfusion kommen überwiegend Blutkonserven aus Erythrozytenkonzentrat zum Einsatz: Dies ist ein Konzentrat roter Blutkörperchen (Erythrozyten). Der erste Schritt zur Herstellung von Erythrozytenkonzentraten besteht darin, die Blutspende in Blutzellen und -plasma zu trennen und zu filtern. Dann gibt man der Blutspende eine sogenannte Stabilisatorlösung zu, um sie haltbar zu machen.

Es ist nicht erlaubt, Blutspenden unterschiedlicher Spender zur Herstellung der Erythrozytenkonzentrate zu vermischen. Nur so ist bei der Bluttransfusion gewährleistet, dass der Ursprung jeder einzelnen Blutkonserve aus Erythrozytenkonzentrat nachvollziehbar bleibt.

Thrombozytenkonzentrat

Die bei einer Bluttransfusion eingesetzten Blutkonserven können auch aus Thrombozytenkonzentrat bestehen, also aus einem Konzentrat aus Blutplättchen (Thrombozyten). Diese kann man ebenso wie rote Blutkörperchen aus Blutspenden gewinnen. Anders als bei der Herstellung von Blutkonserven aus Erythrozytenkonzentrat ist es bei der Gewinnung von Thrombozytenkonzentrat jedoch zulässig, verschiedene Spenden zu mischen, solange deren Blutgruppe identisch ist. Die Thrombozytenkonzentrat-Transfusion ist vor allem geeignet, um Blutgerinnungsstörungen zu behandeln.