Bluttransfusion: Eigenblutspende

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Juni 2015)

Um bei einer Bluttransfusion mögliche Gefahren und Risiken zu meiden, eignet sich die sogenannte Eigenblutspende oder auch autologe Bluttransfusion. Hierbei sind Spender und Empfänger identisch: Der Blutspender erhält sein eigenes Blut beziehungsweise aufbereitete Eigenblutbestandteile während oder nach einer Operation.

Die Eigenblutspende empfiehlt sich bei anstehenden Operationen, bei denen eine Bluttransfusion mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als zehn Prozent nötig ist. Im Notfall steht das Eigenblut dann zur Verfügung, um es während des Eingriffs zurück zu übertragen.

In der Regel findet die Eigenblutspende vier Wochen vor einer Operation in ein bis drei Sitzungen statt. Pro Sitzung ist die Entnahme von bis zu 900 Millilitern Blut möglich, die man anschließend isoliert und konserviert. Diese Vorgehensweise ermöglicht es den Betroffenen, den Blutverlust bis zur Operation wieder auszugleichen.

Eine Eigenblutspende kann auch während der Operation erfolgen: Selbst zu diesem Zeitpunkt ist es noch möglich, rote Blutkörperchen (Erythrozyten) aus (in einem Reservoir gesammeltem) Eigenblut zu gewinnen. Sobald diese Blutkörperchen gewaschen sind, kann man sie wieder dem Blutkreislauf zuführen. Die Vorteile der Bluttransfusion mit Eigenblut liegen vor allem darin, dass keine immunologisch bedingten Nebenwirkungen auftreten und die Übertragung fremder Krankheitserreger ausgeschlossen ist.