Bluttransfusion: Durchführung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Juni 2015)

Für jede Bluttransfusion gilt: Vor der eigentlichen Übertragung ist unbedingt sicherzustellen, dass Spender- und Empfängerblut verträglich sind. Dieser Verträglichkeitstest besteht in einer sogenannten Kreuzprobe. Hierzu ist es notwendig, zunächst die Blutgruppe sowohl des Empfänger- als auch des Spenderbluts zu bestimmen. Danach vermischt man rote Blutkörperchen (Erythrozyten) aus der Blutkonserve mit dem Blut des Empfängers und beobachtet die Reaktion.

Außerdem ist das Empfängerblut auf Antikörper zu überprüfen, die zu einer Unverträglichkeitsreaktion führen könnten. Fallen beide Tests negativ aus, kann man die Blutkonserve zur Bluttransfusion freigeben. Zusätzlich ist die Blutgruppe des Empfängers unmittelbar vor Durchführung der Blutübertragung mithilfe einer kleinen Karte am Krankenbett (sog. ABO-Bedside-Test) nochmals zu überprüfen, um Verwechslungen auszuschließen.

Wenn ein ungeborenes Kind wegen einer Rhesusunverträglichkeit eine Anämie (Blutarmut) entwickelt, kommt eine spezielle Form der Bluttransfusion zum Einsatz, die noch im Mutterleib erfolgt: die sogenannte intrauterine fetale Bluttransfusion. Das Kind erhält hierbei immer Spenderblut der Blutgruppe 0 (Rhesus negativ) – über die Nabelschnurvene oder in die freie Bauchhöhle des Fötus, von wo aus das Blut in die Blutbahn gelangt.