Bluttransfusion: Anwendungsgebiete

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Juni 2015)

Die ersten erfolgreichen Behandlungen durch Bluttransfusion von menschlichem Blut fanden im frühen 19. Jahrhundert statt – bei Frauen mit akutem Blutverlust nach der Geburt. Seitdem sind viele Anwendungsgebiete für Bluttransfusionen hinzugekommen.

Allgemein ist auch heute eine Bluttransfusion nötig, wenn ein akuter oder chronischer Blutverlust die Blutmenge im Körper stark verringert hat. Demnach sind Verletzungen (z.B. durch Unfälle) oder Operationen, bei denen es zu hohem Blutverlust kommt, typische Anwendungsgebiete für eine Blutübertragung. Des Weiteren können Menschen mit einer Blutarmut (Anäämie) Blutkonserven benötigen. Auch bei Erkrankungen des blutbildenden Systems (etwa Leukämie) und Blutgerinnungsstörungen kann eine Bluttransfusion zur Behandlung sinnvoll sein.

Nicht nur erwachsene Menschen können eine Bluttransfusion erhalten: Auch frühgeborene und sogar ungeborene Babys im Mutterleib benötigen manchmal aufgrund einer Blutarmut eine Transfusion mit roten Blutkörperchen – zum Beispiel infolge einer Rhesusunverträglichkeit. Dann ist eine Blutübertragung bereits im Mutterleib möglich (sog. intrauterine fetale Bluttransfusion). Um eine Rhesusunverträglichkeit festzustellen, ist die sogenannte Fruchtwasser-Spektrophotometrie geeignet.