Blutspende: Voraussetzungen für eine Blutspende

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Juni 2015)

Vor jeder Blutspende steht eine Befragung durch den Arzt. Er prüft, ob die jeweilige Person als Spender geeignet ist und damit Blut spenden darf. Entscheidend ist dabei, ob die Spende ein Risiko für den Blutspender selbst darstellt oder ob das Risiko besteht, dass der Spender Krankheiten auf den Blutempfänger übertragen könnte.

Grundsätzlich dürfen alle Personen zwischen 18 und 68 Jahren Blut spenden. Nach ärztlicher Absprache können aber auch ältere Spender zugelassen werden. Wer gesund ist und keine erkennbaren Krankheitsanzeichen vorweist, ist in der Regel zur Blutspende zugelassen. Weitere Voraussetzungen für eine Blutspende sind ein Mindestgewicht von 50 Kilogramm und ein stabiler Blutdruck. Im Einzelfall liegt die Entscheidung beim Arzt.

Es gibt gewisse Personengruppen, die dauerhaft oder zeitweise von einer Blutspende ausgeschlossen sind. Entsprechende Regelungen sind in den allgemein geltenden Richtlinien der Bundesärztekammer festgelegt.

Dauerhaft von einer Blutspende ausgeschlossen sind zum Beispiel:

  • Personen mit schweren neurologischen Erkrankungen
  • Personen mit Herz- und Gefäßerkrankungen oder sonstigen chronischen Erkrankungen, die für den Empfänger gefährlich sein können
  • Personen mit bösartigen Neubildungen (Ausnahme: örtlich begrenzter Tumor und Basaliom)
  • Personen mit einer schweren Infektionskrankheit (wie z.B. HIV oder Hepatitis)
  • Personen, die medikamenten-, alkohol- oder rauschgiftsüchtig sind
  • Männer, die Sexualverkehr mit anderen Männern haben
  • Personen mit Allergien – hier entscheidet der Arzt im Einzelfall
  • Personen, die sich im Zeitraum zwischen 1980 und 1996 länger als sechs Monate in Großbritannien (inklusive Nordirland) aufgehalten haben oder dort nach 1980 eine Bluttransfusion erhalten haben
  • Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern.

Zeitweise von einer Blutspende ausgeschlossen sind beispielsweise Personen:

  • mit einem unkomplizierten Infekt (für eine Woche ausgeschlossen)
  • nach einer fieberhaften Erkrankung oder Durchfallerkrankung (für 4 Wochen)
  • nach Operationen (i.d.R. für 4 Monate, über den individuellen Zeitraum entscheidet der Arzt)
  • nach Tätowierungen, Piercings oder Stechen von Ohrlöchern (für 4 Monate)
  • nach einer Zahnextraktion (für 1 Woche)
  • nach einer Impfung (abhängig vom Impfstoff zwischen 1 Tag und bis zu 4 Wochen)
  • während der Schwangerschaft und sechs Monate nach einer Schwangerschaft.

Falls Sie Blut spenden wollen, erkundigen Sie sich am besten bei Ihrem Arzt oder direkt bei der Spendestelle. Dort erfahren Sie, ob Sie als Blutspender infrage kommen.

Wie oft kann man Blut spenden?

Zwischen zwei Blutspenden sollte in der Regel ein Abstand von 12 Wochen, mindestens aber von 8 Wochen liegen. Wie oft man Blut spenden kann, richtet sich auch nach dem Geschlecht:

Männer dürfen bis zu sechs Mal im Jahr Blut spenden, Frauen dagegen nur bis zu vier Mal.

Männer dürfen öfter zur Blutspende als Frauen. © iStock

Männer dürfen öfter zur Blutspende als Frauen.


Der Grund: Vor allem bei Frauen kann durch zu häufiges Blutspenden ein Eisenmangel entstehen. Zwar kann der Körper den Flüssigkeitsmangel nach einer Blutspende bereits innerhalb von 24 Stunden wieder ausgleichen – die Produktion der roten Blutkörperchen erfordert aber viel Eisen, das die Spenderin mit der Nahrung aufnehmen muss. Bei Frauen kann der Eisenbedarf durch die Regelblutung erhöht sein. Eisenreiche Lebensmittel helfen dabei, einen eventuellen Mangel schnell wieder auszugleichen. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • grünes Gemüse,
  • rotes Fleisch sowie Leber,
  • Brot,
  • zusätzliche Präparate, die ein Arzt empfehlen kann.