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Blutgerinnung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Juli 2013)

© Jupiterimages/Creatas Images

Unter Blutgerinnung versteht man das Festwerden, Verklumpen oder Stocken des normalerweise flüssigen Bluts. Dies ist zum Beispiel bei Verletzungen der Blutgefäße wichtig. Hier verhindert die Blutgerinnung, dass zu viel Blut aus dem verletzten Gefäß austritt. Ohne die Blutgerinnung würden selbst kleinere Wunden zu einem starken Blutverlust führen.

Die Blutgerinnung ist ein komplexes Zusammenspiel aus unterschiedlichen Zellen, wie den Blutplättchen (Thrombozyten), verschiedenen sogenannten Gerinnungsfaktoren und Botenstoffen. Man unterscheidet Faktoren, welche die Gerinnung fördern (thrombogene Substanzen) und diejenigen, welche die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) verhindern oder sie auflösen (antithrombotische, thrombolytische Substanzen).

Normalerweise herrscht im Körper ein Gleichgewicht zwischen Blutgerinnung und Gerinnselauflösung. Verschiedene Ursachen (z.B. Erkrankungen oder Medikamente) können das komplexe Zusammenspiel der einzelnen Blutbestandteile allerdings stören. Verschiebt sich das Gleichgewicht zum Beispiel in Richtung Gerinnung, können Gerinnsel entstehen und Blutgefäße verengen oder ganz verstopfen (Thrombose). Kippt das Gleichgewicht ins Gegenteil, überwiegt die sogenannte Fibrinolyse. Das Blut gerinnt dann nicht oder nicht schnell genug – verletzt sich ein Betroffener, kann er unter Umständen viel Blut verlieren.

Äußere und innere Prozesse steuern die Blutgerinnung. Sie aktivieren unterschiedliche Bestandteile im Blut, die dann eine Kette von Prozessen anstoßen, die letztendlich zum Verschluss einer Gefäßverletzung führen.

Um Störungen der Blutgerinnung zu identifizieren, bestimmt der Arzt die sogenannten Gerinnungsfaktoren. Diese Blutuntersuchung dient aber auch der Kontrolle bei bekannten Blutgerinnungsstörungen: Bei Menschen, deren Blut leicht gerinnt und bei denen deshalb leicht Blutgerinnsel entstehen, kann es zu Thrombosen oder Embolien kommen. Um dem vorzubeugen, erhalten die Betroffenen Medikamente, sogenannte Antikoagulanzien. Damit der Arzt den Verlauf und die Wirksamkeit der Therapie kontrollieren kann, nimmt er diesen Patienten Blut ab und lässt die Gerinnungswerte bestimmen.


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