Blutfette: Cholesterin

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Juli 2013)

Bei einer Bluttfettanalyse bestimmt der Arzt unter anderem den Cholesterin-Wert. Bei Cholesterin, auch als Cholesterol bezeichnet, handelt es sich um eine "fettähnliche" Substanz. Es wird zu einem großen Anteil vom menschlichen Organismus selbst hergestellt. Einen kleineren Teil der Blutfette nimmt man über die Nahrung auf.

Cholesterin bildet beim Menschen das Grundgerüst für die Geschlechtshormone. Weiterhin bildet die Leber aus Cholesterin die sogenannten Gallensäuren. Als wichtiger Baustein der Zellmembran kommt es überall im Körper vor.

Da sich Fette und Wasser nicht mischen, ist Cholesterin im Blut von einer Hülle aus speziellen Eiweißen den ”Lipoproteinen” umgeben. Diese Lipoproteinhülle sorgt unter anderem dafür, dass sich das schlecht wasserlösliche Cholesterin besser im Blut transportieren lässt und an der Stelle im Körper ankommt, an der es benötigt wird. Man teilt die Lipoproteine nach ihrer Dichte ein: Von besonderer Bedeutung sind die Lipoproteine niedriger Dichte = Low Density Lipoproteins, kurz LDL, und die Lipoproteine hoher Dichte = High Density Lipoproteins, kurz HDL genannt.

Im umgangssprachlichen Gebrauch bezeichnet man das LDL-Cholesterin als das "schlechte" und HDL-Cholesterin als das "gute" Cholesterin. Damit ist der Effekt der einzelnen Blutfette auf das Herz-Kreislauf-System gemeint. Menschen mit einem stark erhöhten LDL-Cholesterin-Wert leiden häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Menschen mit normalen LDL-Cholesterin-Werten. Umgekehrt haben Menschen mit einem hohen HDL-Cholesterin-Wert ein geringeres Risiko für solche Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt) als Menschen mit niedrigem HDL-Cholesterin.

Bei einer normalen Blutfettanalyse bestimmt der Arzt sowohl die Gesamtmenge des Cholesterins, als auch die Konzentrationen der Untergruppen LDL und HDL. Ist das LDL erhöht oder das HDL stark erniedrigt, erhöht sich auch die Gefahr, an einer koronaren Herzkrankheit und eventuell an einem Herzinfarkt zu erkranken. Es kommt vor allem aber auf das richtige Verhältnis von HDL zu LDL an. Sind also sowohl HDL als auch LDL erhöht, ist der Quotient aber passend, ist die Erhöhung meist nicht als kritisch einzustufen (Verhältnis HDL:LDL=3:1)