Biopsie (Gewebeproben­entnahme): Durchführung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Dezember 2012)

Für eine Biopsie (Gewebeprobenentnahme) ist in der Regel kein großer Eingriff notwendig. Auf Wunsch kann der Untersuchte Beruhigungs- und Schmerzmittel erhalten. Meist lässt sich die Biopsie ambulant in einer Praxis durchführen.

Die Gewebeprobe entnimmt der Arzt unter sterilen Bedingungen, um Infektionen und Verunreinigungen der Probe zu verhindern. Der genaue Ablauf der Untersuchung hängt von dem zu untersuchenden Organ und den verschiedenen Biopsie-Verfahren ab.

Die verschiedenen Möglichkeiten, wie eine Biopsie vorgenommen werden kann, sehen Sie in Teil 1 unseres Videos.

Im zweiten Teil unseres Videos sehen Sie, welche verschiedenen Formen der Biopsie es gibt.

Nadelbiopsie

Bei der Nadelbiopsie (Punktionsbiopsie) entnimmt der Arzt einzelne Gewebeproben mithilfe einer Hohlnadel. Die Gewebeteile, die sich nach der Biopsie im Hohlraum der Nadel befinden, untersucht der Pathologe anschließend im Labor. Im Vorfeld der Biopsie desinfiziert der Arzt die Haut und kann unter Umständen eine örtliche (lokale) Betäubung vornehmen.

Je nachdem, welches Organ untersucht werden soll, kommen bei der Biopsie verschiedene Nadeln zum Einsatz. Sehr dünne Nadeln dienen zum Beispiel der Entnahme von Flüssigkeiten oder einzelner Zellen, die sogenannte Feinnadelbiopsie. Bei der Stanzbiopsie werden dickere Nadeln verwendet, um größere Gewebeteile entnehmen zu können.

Wenn der Arzt Gewebe aus einem tief im Körper liegenden Organ erhalten will (z. B. aus der Leber), kann er die Punktion mittels Röntgen oder Computertomographie auf einem Bildschirm überwachen und die Biopsie gezielt steuern.