Bachblütentherapie: Anwendung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. September 2015)

Für die Bachblütentherapie ist keine konkrete medizinische Diagnose im eigentlichen Sinn notwendig, da die körperlichen Beschwerden des Betroffenen vom Therapeuten für die Behandlung nicht berücksichtigt werden müssen. Auch eine medizinische Ausbildung ist nicht erforderlich, um als Therapeut mit Bachblüten zu arbeiten.

Das Konzept der Bachblütentherapie beruht darauf, dass ein seelisches beziehungsweise emotionales Ungleichgewicht vorliegt – die Wahl der Bachblüten trifft der Therapeut deshalb intuitiv nach seinem Gefühl. Im Gespräch mit der zu behandelnden Person versucht dieser, deren gesundheitlichen Zustand intuitiv zu erfassen. Manche Therapeuten versuchen mithilfe von Fragebögen die Verfassung des Erkrankten zu durchleuchten. Lässt man den Betroffene spontan nach Blütenessenzen greifen, dient das manchen Therapeuten ebenfalls dazu, anhand des gewählten Extrakts Aussagen über die Erkrankung zu machen.

Nach der im Erstgespräch durchgeführten Einschätzung wird mindestens eins der Blütenkonzentrate verordnet – meist kommen jedoch mehrere Blütenessenzen zum Einsatz. Die Bachblütenkonzentrate finden in Form von Tropfen Anwendung. Rescue-Tropfen lassen sich dagegen sowohl als Tropfen als auch als Creme verwenden.

Dosierungsvorschriften werden bei der Bachblütentherapie nur ungenau vorgegeben, da die Dosis nach intuitiven Bedürfnissen erhöht oder reduziert werden soll. Aufgrund dieser Tatsache ist die Selbstbehandlung sehr unkompliziert und weit verbreitet. Eingenommen werden immer Verdünnungen der Konzentrate, also beispielsweise einige Tropfen in einem Wasserglas verdünnt. Bei voraussichtlich längerer Einnahme kann man sich auch eine spezielle Bachblütenmischung in einem kleinen Fläschchen herstellen. Entsprechende Fläschchen mit dazugehöriger Pipette gibt es in der Apotheke.

Bach selber hielt eine Selbstbehandlung mit Bachblüten jedoch nur bei akuten Beschwerden für möglich. Chronische Beschwerden erfordern dagegen seiner Ansicht nach die Behandlung durch einen ausgebildeten Bachblüten-Therapeuten.

Wie schnell setzt eine Wirkung ein?

Ob und wie schnell eine Wirkung der Bachblüten eintritt, kann sehr unterschiedlich sein. Angeblich sollen die Blütenessenzen bei akuten Beschwerden bereits innerhalb von Stunden oder Tagen wirken. Bei chronischen Gesundheitsproblemen soll es möglicherweise Monate bis Jahre dauern, bis eine erkennbare Wirkung eintritt.

Die Wirkung der Bachblüten beruht wahrscheinlich auf einem Placebo-Effekt. Ein wissenschaftlicher Nachweis für die Wirkung der Bachblütentherapie konnte bislang nicht erbracht werden.

Anwendungsgebiete

Die Bachblütentherapie kann laut Bach in folgenden Situationen zum Einsatz kommen:

  • zur seelischen Gesundheitsvorsorge, also etwa
    • zur Stärkung des Charakters
    • um bestimmte seelische "Verhaltensmuster" wie Ängstlichkeit oder Resignation zu harmonisieren
    • um das Bewusstsein weiterzuentwickeln
  • bei akutem (psychischen) Stress, wie etwa
    • belastenden Veränderungen der Lebenssituation
    • Beziehungsstress
    • beruflichen Krisen
  • bei akuten oder chronischen Erkrankungen, wie z.B.

Grundsätzlich dienen die Bachblütenessenzen laut Bach aber nicht dazu, Krankheiten direkt zu behandeln. Vielmehr sollen die Bachblüten das gestörte emotionale Gleichgewicht wieder in Harmonie bringen – und dadurch letztlich auch Beschwerden bessern.

Risiken und Nebenwirkungen

Die bei der Bachblütentherapie eingesetzten Bachblütenextrakte rufen im Allgemeinen keine Nebenwirkungen hervor. Auch eine langjährige Einnahme bereitet in der Regel keine Probleme.

Da die Konzentrate Alkohol enthalten, sollten sie nicht von Menschen mit Alkoholproblemen eingenommen werden: Bei trockenen Alkoholikern können Rückfälle bewirkt werden. Darüber hinaus ist zu beachten, dass der enthaltene Alkohol die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen kann.

Insbesondere bei Akut- und Notfallsituationen ist zu bedenken, dass das alleinige Verlassen auf Bachblütenkonzentrate unter Umständen lebensbedrohlich sein kann, wenn dadurch auf möglicherweise lebensnotwendige medizinische Maßnahmen verzichtet wird.

Risiken können auch entstehen, wenn Betroffene während einer Bachblütentherapie andere notwendige Medikamente ohne ärztliche Absprache absetzen.