Ayurveda: Grundlagen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. März 2014)

Nach ayurvedischer Vorstellung bestehen alle Dinge aus den fünf Elementen Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde (häufig auch als "Äther" bezeichnet). Jedes dieser Elemente stellt im Ayurveda verschiedene Arten von Kraft und Energie dar. Sie sind Symbole für Erscheinungsformen und Eigenschaften, die sich auch im menschlichen Körper wiederfinden. Im Ayurveda leiten sich aus den fünf Elementen die drei Doshas ab, die Regulationssysteme des menschlichen Körpers:

DoshaElementeEigenschaftenMögliche Auslöser für Anstieg des Doshas
Vata Äther und Luft Steuert Aktivität, Wachheit und Bewegung; fördert Kommunikation und Sinneswahrnehmung, einen feingliedrigen Körperbau, unregelmäßige Lebensführung, bevorzugte Sinne: Tast- und Hörsinn. Kälte, Wind, trockene/bittere Nahrung, Unregelmäßigkeit, zu wenig Schlaf, Alkohol
Pitta Feuer und Wasser Regelt Verdauung, Stoffwechsel und Wärmehaushalt; fördert Intelligenz und Entscheidungsfähigkeit, steht für Ungeduld, Temperament, mittleren Körperbau, bevorzugte Sinne: Sehen. Hitze, rotes Fleisch, Salz, saures und salziges Essen, zu viel geistige Arbeit, Sommer
Kapha Wasser und Erde Gibt die Struktur, reguliert die Körperflüssigkeiten und das Abwehrsystem; fördert einen gedrungenen, muskulösen Körperbau mit Neigung zu Fettleibigkeit, psychische Stabilität, Trägheit, Verlässlichkeit, bevorzugte Sinne: Schmecken und Riechen Kälte, Feuchtigkeit, zu viel Süßes, Fett, Milchprodukte, Bewegungsmangel, zu viel Schlaf

Im Ayurveda ist jedem Menschen eine Konstitution eigen, die sich aus einer individuellen, nur für ihn typischen Zusammensetzung der drei Doshas ergibt. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, entstehen Unwohlsein und Krankheit. Die Methoden des Ayurveda zielen vor allem darauf, dieses Gleichgewicht zu erhalten. Durch eine gesunde Lebensführung und die zusätzliche Anwendung von Ayurveda – zum Beispiel in Form von Ayurveda-Ernährung beziehungsweise Ayurveda-Massagen – sollen geschwächte Teilbereiche gestärkt werden, um die Balance zwischen den Doshas wiederherzustellen.