Ayurveda: Durchführung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. März 2014)

Bei Ayurveda hängt die Durchführung von der Diagnose ab: Meist stellt der Ayurveda-Therapeut zusätzlich zu einer schulmedizinischen Diagnose eine sogenannte ayurvedische Diagnose.

Ein ayurvedischer Arzt beurteilt den Menschen grundsätzlich ganzheitlich. Er betrachtet Körper, Geist und Seele und bestimmt in einem persönlichen Gespräch den individuellen Dosha-Typen. Zusätzlich führt er einige körperliche Untersuchungen, wie Puls- und Zungendiagnostik, durch.

Ziel der Ayurveda-Behandlung ist es, das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Doshas wiederherzustellen. Dabei helfen in der Regel eine spezielle Ayurveda-Ernährung sowie pflanzliche Heilmittel. Besonders spielt die Zusammensetzung der Nahrung, zum Beispiel bezogen auf den Anteil der verschiedenen Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, bitter, scharf, zusammenziehend), eine wichtige Rolle. So lassen sich die Doshas durch die jeweilige Geschmacksrichtung verstärken oder vermindern – und auf diese Weise Störungen beheben. Zudem stellen Heilpfanzen einen wichtigen Bestandteil der Ayurveda-Therapie dar. Neben der Wirkung der verschiedenen Heilpflanzen, spielen in der ayurvedischen Medizin auch der Erntezeitpunkt, die Verarbeitung und die Kombination der Heilpflanzen eine wichtige Rolle. Die Heilpflanzen lassen sich unter anderem über ihre Wirkung auf die drei Doshas wie folgt einteilen:

  • Pflanzen, die das Vata beruhigen (Vatashamana) oder anregen (Vatakopana)
  • Wirkstoffe, die das Pitta kühlen (Pittashamana) oder erhitzen (Pittakopana)
  • Heilpflanzen, die das Kapha verstärken (Kaphashamana) oder vermindern (Kaphakopana)
  • und schließlich Heilpflanzen, die alle drei Doshas ausgleichen können (Tri Dosha shamana)

Zusätzlich lassen sich die Heilpflanzen im Ayurveda auch nach ihrer Hauptwirkung einteilen:

  • Stoffe, die den Kreislauf unterstützen
  • Pflanzenwirkstoffe, die entwässernd wirken
  • Heilfpflanzen, die die Verdauung fördern
  • krampflösende Wirkstoffe
  • schmerzstillende Pflanzenstoffe
  • sowie Inhaltsstoffe, die den Schlaf fördern

Hinzu können Reinigungsprozeduren kommen, die schädliche Säfte des dominanten Doshas entfernen sollen. Formen der Reinigung sind zum Beispiel:

  • Einläufe
  • abführende Mittel
  • gesteuertes Erbrechen
  • Ayurveda-Massagen
  • Ayurveda-Packungen
  • Wärmedampfbäder
  • Aderlass

Diese Prozeduren werden unter dem Begriff Panchakarma-Kur zusammengefasst.

Eine weitere Ayurveda-Form sind Körper- und Atemübungen, die durch Sinneseindrücke wie Farben, Gerüche und Klänge zusätzlich beeinflusst werden sollen.

Eine Frau erhält eine ayurvedische Massage. © Jupiterimages/iStockphoto

Ayurvedische Massage