Autogenes Training: Wirkung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. November 2014)

Autogenes Training hat die folgende Wirkung:

  • Die Muskelspannung nimmt ab,
  • die Herzfrequenz ist herabgesetzt,
  • die Blutgefäße erweitern sich, wodurch die Durchblutungsrate erhöht ist,
  • die Atemfrequenz ist herabgesetzt,
  • die Darmtätigkeit ist angeregt.

Während der Selbstentspannung durch autogenes Training schenkt man seiner Außenwelt weniger Aufmerksamkeit und konzentriert sich auf seinen inneren, seelischen Zustand – man befindet sich sozusagen in einem Zustand der Selbstversenkung.

Darüber hinaus erhöht autogenes Training die Wahrnehmungsschwellen der Sinnesorgane. Diese Wirkung ist zum Beispiel in der Schmerztherapie von Nutzen, da das autogene Training über die Erhöhung der Schmerzschwelle den Schmerz lindern oder sogar beseitigen kann.

Wenn Sie damit beginnen, autogenes Training zu lernen, sind Sie innerhalb von wenigen Wochen nach Beginn des regelmäßigen Übens in der Lage, die zunächst autosuggestiv ausgelösten (d.h. bewusst selbst herbeigeführten) vegetativen Reaktionen des Körpers zu verinnerlichen. Deren Auftreten können Sie dann beschleunigen, indem Sie eine entsprechende Übungshaltung einnehmen. Auf diese Weise können Sie innerhalb von wenigen Sekunden bis Minuten einen Versenkungszustand des eigenen Bewusstseins erreichen, den Sie jederzeit wieder unterbrechen können.

Wenn Sie an einem Kurs für autogenes Training teilgenommen haben und die Technik beherrschen, ist es wichtig, die Übungen weiter regelmäßig auszuführen. Bei einigen Grunderkrankungen, wie etwa einer Angststörung, stellt sich die therapeutische Wirkung des autogenen Trainings möglicherweise erst nach ein paar Wochen oder mehreren Monaten ein.