Autogenes Training: Wann ist autogenes Training nicht zu empfehlen?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. November 2014)

Gegenanzeigen im eigentlichen Sinne sind für autogenes Training nicht bekannt, solange Sie diese auf Autosuggestion basierende Entspannungsmethode unter Anleitung eines medizinisch erfahrenen Trainers oder Therapeuten erlernen. Unter bestimmten Umständen ist autogenes Training jedoch nicht unbedingt zu empfehlen:

Bei bestimmten Erkrankungen ist es ratsam, unbewusste Körperprozesse durch autogenes Training nur besonders vorsichtig zu beeinflussen. So sind nicht alle Übungen des autogenen Trainings gleichermaßen für die Behandlung aller Krankheiten zu empfehlen. Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Störungen, Epilepsie oder Neigung zu Migräne-Anfällen ist es wichtig, sich zum Beispiel nur sehr vorsichtig an die Stirnkühleübung heranführen zu lassen, da diese die Durchblutung des Kopfs herabsetzt.

Bei einer Neigung zu hypochondrischer Selbstbeobachtung können sich die Beschwerden durch autogenes Training verschlimmern. Hier ist unter Umständen von autogenem Training als Therapie Abstand zu nehmen. Bei schweren Depressionen ohne äußere Ursache (endogene Depression), schweren Zwangsstörungen oder schweren psychischen Störungen ist autogenes Training grundsätzlich nicht zu empfehlen.

Nebenwirkungen hat autogenes Training eher selten. Allerdings können solche unerwünschten Wirkungen möglicherweise bei psychischen Grunderkrankungen auftreten. Meist handelt es sich dabei um:

Einige Menschen erleben den entspannten loslassenden Zustand vor allem während der ersten Übungen als Kontrollverlust und dadurch unter Umständen als bedrohlich. Wer betroffen ist und ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Aktivität hat, erlernt autogenes Training meist nur sehr schwer und profitiert eher von anderen Entspannungsmethoden – zu empfehlen ist zum Beispiel die progressive Muskelentspannung.