Autogenes Training: Durchführung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. November 2014)

Selbstentspannung durch autogenes Training können Sie in einem entsprechenden Kurs lernen – als Einzelunterricht oder in einer kleinen Gruppe. Die Kosten für die Durchführung des Kurses bekommen Sie eventuell (zumindest teilweise) von Ihrer Krankenkasse erstattet.

Meist finden die Kurse für autogenes Training – unter Anleitung eines medizinisch erfahrenen Trainers oder Therapeuten – etwa sechs bis zehn Wochen lang ein- bis zweimal wöchentlich statt. Dabei bekommen Sie die wichtigsten Grundlagen der Entspannungstechnik vermittelt, die Sie benötigen, um sich zur aktiven Mitarbeit und zum regelmäßigen Üben zu motivieren – vor allem nach dem Kursende.

Bestimmte Übungshaltungen erleichtern die Selbstentspannung und -versenkung durch autogenes Training. Wichtig ist bei den Übungen vor allem eine bequeme Haltung mit möglichst geringer Muskelanspannung. Solch eine Haltung kann man beispielsweise ...

  • beim Liegen auf dem Rücken oder
  • beim Sitzen auf einem Lehnstuhl oder Lehnsessel mit Armstützen

... einnehmen. Hat der Stuhl oder Sessel keine Armstützen, bietet sich für autogenes Training die sogenannte Droschkenkutscherhaltung an: Hierbei nimmt man eine sitzende Position ein, wobei der Kopf leicht nach vorn fällt und die Beine rechtwinklig aufgestellt sind, die Knie leicht nach außen fallen, die Füße nebeneinander stehen und die Unterarme auf den Oberschenkeln ruhen.

Neben der körperlichen Haltung ist für autogenes Training außerdem eine passive und akzeptierende Grundhaltung nötig: So fällt es Ihnen leichter, während der Übung aufblitzende Gedanken zeitweilig auszublenden und zu versuchen, Wahrnehmungen außerhalb Ihres Körpers (z.B. Geräusche) zu ignorieren. Die Umgebung spielt ebenfalls eine Rolle: Für autogenes Training ist ein abgedunkelter, möglichst geräuscharmer Raum besonders geeignet.

Anfangs ist es hilfreich, bei den Übungen zur Selbstentspannung durch autogenes Training die Augen zu schließen und so die Selbstversenkung zu fördern. Später ist die Durchführung der Entspannungsübungen auch mit offenen Augen möglich. Es empfiehlt sich, täglich in einer der angegebenen Haltungen zu üben, wobei ein Wechsel zwischen Liege- und Sitzhaltung günstig sein kann. Besonders am Anfang zielen die Übungen darauf ab, mit dieser Methode und der Art der Körperwahrnehmung besser vertraut zu sein.