Augenlasern: LASIK (laserassistierte In-situ-Keratomileusis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. November 2014)

Zurzeit ist beim Augenlasern zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit (meist einer Kurzsichtigkeit) die LASIK (= laserassistierte In-situ-Keratomileusis) das am häufigsten eingesetzte Verfahren. Der Begriff Keratomileusis kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "Schnitzen der Hornhaut" (mit Laser).

Das Augenlasern durch LASIK findet ambulant bei einem spezialisierten Augenarzt, in einem Augenzentrum oder in einer Augenklinik statt. Wenn eine Laserbehandlung für beide Augen vorgesehen ist, kann dies an zwei aufeinanderfolgenden Terminen geschehen. In vielen Fällen ist es allerdings auch möglich, in der gleichen Operation beide Augen zu lasern.

Vor dem Augenlasern mithilfe der LASIK ist es notwendig, die Augen gründlich zu untersuchen. Die Untersuchung besteht unter anderem darin,

  • einen Sehtest durchzuführen,
  • das Auge zu vermessen sowie
  • die Hornhautdicke und den Augendruck zu messen.

Bevor das Augenlasern durch LASIK beginnt, bekommen Sie Augentropfen, die das Auge betäuben – eine Narkose ist nicht notwendig. Auf Wunsch erhalten Sie auch ein Beruhigungsmittel. Die Operation selbst dauert nur wenige Minuten. Aufgrund der örtlichen Betäubung ist der Eingriff schmerzfrei.

Bei der LASIK löst man – im Unterschied zum Augenlasern durch PRK (photorefraktive Keratektomie) oder LASEK – nicht die oberste Schicht der Hornhaut (= Epithel) ab. Vielmehr erfolgt die LASIK direkt im Inneren der Hornhaut (Hornhautstroma). Um an das Hornhautstroma zu gelangen, trennt der Operateur zunächst mit einem computergesteuerten mikrochirurgischen Messerchen (Mikrokeratom) ein dünnes Scheibchen der Hornhaut (ein sog. Flap) teilweise ab und klappt es wie einen Deckel weg. Dann schleift er das Stroma der Hornhaut mit dem sogenannten Excimerlaser individuell nach vorheriger Berechnung. Danach klappt der Operateur das Hornhautscheibchen wieder zurück und drückt es an. Das Hornhautscheibchen saugt sich von selbst fest – eine Naht ist nicht nötig.

Darstellung des Lasik-Vorgangs © LifeART image/2001/ Lippncott Williams & Wilkins all rights rese

Illustration: Laserbehandlung

Femto-LASIK

Die derzeit beim Augenlasern technisch modernste Methode zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit ist die Femto-LASIK (= laserassistierte In-situ-Keratomileusis mit Femtosekunden-Laser). Ihr Ablauf ähnelt dem einer normalen LASIK-Operation. Der Unterschied ist die sogenannte Nur-Laser-Strategie: Der Operateur verwendet einen Laser, um das Hornhautscheibchen abzutrennen und um die Hornhaut zu schleifen.

  • Um das Hornhautscheibchen abzutrennen, kommt der Femtosekunden-Laser zum Einsatz: Dieser strahlt Lichtimpulse im Femtosekunden-Bereich aus und trägt eine hauchdünne Hornhautschicht ab, indem er kleine Explosionen in einer genau ermittelten Ebene aneinanderreiht.
  • Anschließend klappt der Operateur das Hornhautdeckelchen zur Seite und schleift mit dem Excimerlaser die Hornhaut zur eigentlichen Sehkorrektur.

Die Femto-LASIK ist zum Augenlasern vor allem bei Augen mit sehr dünnen Hornhäuten von Nutzen, weil sich der Laserschnitt noch genauer ist.