Arthroskopie (Gelenkspiegelung): Durchführung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Juli 2015)

Ob der Arzt die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) ambulant oder stationär durchführt, hängt davon ab, wie stark die Beschwerden sind und wie umfangreich der Eingriff erfolgen muss. Die Arthroskopie erfolgt unter Vollnarkose oder unter örtlicher Betäubung (sog. Lokalanästhesie).

Sobald die Anästhesie wirkt und die betroffene Person keine Schmerzen mehr spürt, führt der Arzt über einen etwa fünf Millimeter langen Einschnitt das Arthroskop (bzw. die Sonde) in das Gelenk ein. Am Arthroskop selbst befindet sich eine winzige Kamera, die Bilder auf einen Bildschirm überträgt, sodass der Arzt während der Arthroskopie das Innere des Gelenks betrachten kann. So sind etwa im Kniegelenk Gelenkknorpel, Menisken und Kreuzbänder sichtbar.

An dem Arthroskop sind außerdem zwei Schläuche angeschlossen, die Flüssigkeit (Kochsalzlösung) ins Gelenk einleiten beziehungsweise absaugen. Dies ist notwendig, um die Strukturen bei der Gelenkspiegelung noch deutlicher darzustellen. Hierzu füllt der Arzt das Gelenk mit Flüssigkeit auf.

Kleinere Schäden an den Gelenkstrukturen kann der Arzt meist schon während der Arthroskopie beheben. Um die hierzu nötigen Instrumente wie Schere, Messer, Haken und Fräsen einzuführen, setzt der Arzt einen zweiten (gegebenenfalls dritten) kleinen Hautschnitt. Nach dem Eingriff vernäht er die Hautschnitte und verbindet die Wunde. Da die Arthroskopie weniger schmerzhaft ist und die Wunde in der Regel schnell heilt, können die Betroffenen das Gelenk bald wieder bewegen und belasten.