Aromatherapie: Durchführung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Dezember 2013)

Als erster Schritt bei der Durchführung einer Aromatherapie wird manchmal zunächst ein sogenanntes Aromatogramm erstellt. Dazu nimmt der Aromatherapeut Keimproben. Befinden sich darin infektiöse Keime, legt er davon Kulturen an und testet daran, welches ätherische Öl das Keimwachstum am besten hemmt. Meist wählt der Behandler das Öl zur Aromatherapie allerdings eher subjektiv und intuitiv nach den vorhandenen Beschwerden aus.

Nachdem das passende Öl ausgewählt wurde, erfolgt die eigentliche Aromatherapie: Das entsprechende Öl wird eingenommen, einmassiert, als Kompresse aufgelegt oder eingeatmet. Auch in heißem Wasser aufgelöst, können die Öle zur inneren Anwendung genutzt werden. Eine weitere Form der Aromatherapie ist die Inhalation. Dabei wird das Öl mit heißem Wasserdampf eingeatmet oder in der Raumluft versprüht. Für Massagen verdünnt der Therapeut das ätherische Öl mit neutralen Ölen. Häufig wird die Aromatherapie mit anderen Naturheilverfahren kombiniert, vor allem mit der Bach-Blütentherapie.

Auch die Selbstbehandlung mit der Aromatherapie ist möglich. Es gibt zahlreiche Bücher, in denen die Eigenschaften von Pflanzenwirkstoffen beschrieben sind und die ihre Anwendung bei bestimmten Störungen beschreiben. Zudem gibt es Kurse und Seminare für Selbstanwender. Ätherische Öle sollten allerdings nicht selbständig angewendet werden, ohne sich vorher gut zu informieren, denn es gibt einiges zu beachten: So dürfen ätherische Öle beispielsweise niemals unverdünnt auf Schleimhäute aufgetragen werden und nicht in die Augen gelangen. Besonders bei Kindern ist Vorsicht geboten: Ätherische Öle, die Cineol, Kampfer oder Menthol enthalten, sind für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet, da sie eine lebensbedrohliche Atemnot auslösen können. Auch Schwangere sollten auf die Aromatherapie besser verzichten.