Aromatherapie: Anwendungsgebiete

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Dezember 2013)

Die wissenschaftliche Aromatherapie gibt je nach Ursprung der ätherischen Öle unterschiedliche Anwendungsgebiete an. Die komplementäre Aromatherapie geht dagegen davon aus, dass sich nahezu alle Erkrankungen mit ätherischen Ölen behandeln lassen.

Welche Öle zum Einsatz kommen, ist bei der komplementären Aromatherapie meist eine subjektive Entscheidung. Die wissenschaftliche Aromatherapie beruht auf der Wirkung pflanzlicher Inhaltsstoffe, die bestimmte Effekte erzielen können. Stoffe, die Bakterien abtöten, finden sich zum Beispiel in:

  • Thymian
  • Oregano
  • Nelke
  • Bohnenkraut
  • Zimt

Sie werden deshalb häufig bei bakteriellen Infektionen eingesetzt. Bei Pilzinfektionen wirken unter anderem Lavendel und Teebaumöl. Öle von Eukalyptus, Zitrone und Teebaum können außerdem Viren unschädlich machen. Besonders schleimlösend wirken Öle von Rosmarin und Eukalyptus. Aber auch bei psychischen Beschwerden können ätherische Öle eingesetzt werden. So wirkt Jasmin entspannend und harmonisierend, Lavendel schlaffördernd und psychisch ausgleichend.

Risiken und Komplikationen

Bei der Aromatherapie sollten einige Grundsätze beachtet werden, um Risiken und Komplikationen zu vermeiden:

  1. Ätherische Öle sollten generell nicht unverdünnt aufgetragen werden, da sie allergische Reaktionen und Hautreizungen hervorrufen können.
  2. Sie dürfen nicht unverdünnt auf Schleimhäute gelangen.
  3. Ätherische Öle dürfen nicht mit den Augen in Kontakt kommen.

Außerdem machen einige Öle die Haut sehr lichtempfindlich, wodurch schwere Hautreaktionen, vor allem nach einer starken UV-Einstrahlung (durch Sonne oder Solarium) auftreten können.

Nicht eingesetzt werden sollte die Aromatherapie bei folgenden Krankheiten:

Für Säuglinge und Kleinkinder ist die Aromatherapie mit ätherischen Ölen, die Cineol, Kampfer oder Menthol enthalten, nicht geeignet. Sie können bewirken, dass sich die Atemwege verkrampfen und dadurch eine lebensbedrohliche Atemnot auslösen. Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie eher auf eine Aromatherapie verzichten – oder sich zuvor gut mit Ihrem Arzt beraten.