Appendektomie: Risiken und Komplikationen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. März 2014)

Die Appendektomie zählt aufgrund ihrer Häufigkeit in den meisten chirurgischen Abteilungen zu den Routineeingriffen. Die Art und Schwere der möglichen Komplikationen richtet sich vor allem danach, wie weit fortgeschritten die Entzündung des Wurmfortsatzes zum Zeitpunkt der Operation bereits war und wie alt und gesund der Patient ist.

Mögliche Komplikationen einer Appendektomie:

  • Wundinfektion
  • Abszess in der Bauchdecke
  • Verletzung von Nerven
  • Darmlähmung
  • Darmverschluss (Ileus: Frühileus in den ersten 5-10 Tagen nach der OP; Spätileus durch Narben und Verwachsungen bis zu vielen Jahren später möglich; auch Bridenileus genannt)
  • Fistelbildung (v.a. bei Patienten mit Morbus Crohn)
  • Abszess in der Bauchhöhle (oft sog. Douglas-Abszess); kann auch schon vor der OP bestehen, wenn der Wurmfortsatz bereits aufgeplatzt ist.

Da sich eine Appendizitis unbehandelt in den meisten Fällen immer weiter verschlechtert, besteht in der Regel keine Alternative zu einer chirurgischen Entfernung. Der natürliche Verlauf der Erkrankung übersteigt die Risiken, die von einer Appendektomie ausgehen, bei Weitem.