Angiographie: Digitale Subtraktionsangiographie (DSA) & CT- und MR-Angiographie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. April 2014)

Digitale Subtraktionsangiographie (DSA)

Die Angiographie findet heutzutage überwiegend als computerunterstützte digitale Subtraktionsangiographie (DSA) statt. In ihrem Ablauf unterscheidet sich die digitale Subtraktionsangiographie von der konventionellen Angiographie darin, dass man erst ein Kontrollbild von dem zu untersuchenden Bereich anfertigt, bevor Sie das Kontrastmittel gespritzt bekommen. Dann geht es mit der eigentlichen Angiographie weiter.

Digitale Subtraktionsangiographie bedeutet, dass man (mithilfe von Computertechnik) die vor und nach Kontrastmittelgabe gewonnenen Bilder übereinanderlegt und alles entfernt, was sich nach dem Kontrollbild nicht verändert hat: Durch diese Bearbeitung bleiben nur noch die Bereiche übrig, in denen sich das Kontrastmittel befindet (sog. digitale Subtraktion). Diese negative Überlagerung gestattet es, die Gefäße ohne störende Weichteil- und Knochenstrukturen zu betrachten. Vorteil der DSA gegenüber der konventionellen Angiographie: Sie stellt die Gefäße genauer dar und die Menge des Kontrastmittels lässt sich verringern.

CT- und MR-Angiographie

Nicht nur die Röntgentechnik eignet sich für eine Angiographie: Auch mithilfe der Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) kann man ein Angiogramm erstellen. CT- und MR-Angiographie unterscheiden sich von der herkömmlichen Variante vor allem darin, dass die Untersuchung aller Gefäße ohne Katheter möglich ist.

Zur CT-Angiographie spritzt der Arzt ein Kontrastmittel in eine Armvene; die MR-Angiographie kann mit oder ohne Kontrastmittelgabe erfolgen. Für Menschen mit einem normalen Herzschrittmacher ist die MR-Angiographie allerdings ungeeignet, da im Ablauf der Untersuchung Wechselwirkungen zwischen dem Magnetfeld und dem Schrittmacher entstehen können.