Angiographie: Ablauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. April 2014)

Die Angiographie kann Blutgefäße darstellen. Der Ablauf der Untersuchung lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Sie erhalten eine örtliche Betäubung oder eine Vollnarkose.
  • Der Arzt verabreicht Ihnen ein Kontrastmittel in das zu untersuchende Gefäß und röntgt es.
  • Das fertige Bild bezeichnet man als Angiogramm.

Findet die Angiographie unter örtlicher Betäubung statt, verspüren Sie womöglich ein Wärmegefühl, wenn Sie das Kontrastmittel gespritzt bekommen – dies ist ganz normal und lässt nach ein paar Sekunden wieder nach. Je nachdem, welche Körperregion der Arzt angiographisch darstellen möchte, spritzt er das Kontrastmittel direkt mit einer Hohlnadel oder indirekt mithilfe der sogenannten Seldinger-Technik in das jeweilige Gefäß.

Meistens kommt bei der Angiographie die Seldinger-Technik zum Einsatz: Hierbei legt der Arzt zunächst über eine Nadelpunktion ein kleines Plastikröhrchen (Schleuse) in das Gefäß, um darüber einen langen, flexiblen, dünnen Schlauch aus Kunststoff (Katheter) einzuführen. Die Einführung des Katheters im Gefäß fühlen Sie nicht – Sie verspüren höchstens ein Druckgefühl an der Punktionsstelle, wenn der Arzt den Katheter bewegt. Bei den meisten Angiographien legt man den Katheter über die rechte, manchmal auch über die linke Leistenbeuge oder die Ellenbeuge in das zu untersuchende Gefäß. In der anschließenden Röntgenaufnahme sind dank des Kontrastmittels die Gefäße einschließlich ihrer Nebenäste zu sehen.

Nach der Angiographie ist es empfehlenswert, ein paar Stunden Bettruhe einzuhalten (die Dauer hängt vom Durchmesser des verwendeten Katheters ab). Wenn Sie einen Druckverband bekommen haben, ist es wichtig, diesen so lange zu tragen wie angegeben. Um keine Nachblutungen an der Punktionsstelle zu riskieren, ist es außerdem ratsam, dass Sie sich in den ersten beiden Tagen nach der Angiographie körperlich nicht zu stark belasten. Das Kontrastmittel scheiden Sie über die Nieren vollständig aus. Diese Ausscheidung können Sie unterstützen, indem Sie nach der Angiographie viel trinken.