Amputation: Anwendungsgebiete

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. September 2013)

Eine Amputation kann zum Beispiel notwendig sein, wenn ein Körperteil nicht mehr richtig durchblutet wird und sich diese Durchblutungsstörungen nicht beheben lassen. Das ist in schweren Fällen der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) der Fall, durch die ein Raucherbein entstehen kann. Aber auch Tumorerkrankungen oder schwere Verletzungen und eine Blutvergiftung können eine Amputation erforderlich machen.

Der Arzt führt die Amputation immer nur als letzte Möglichkeit durch, wenn keine anderen Maßnahmen mehr helfen können und die Gesundheit des Patienten stark gefährdet ist

Eine Reihe von Grunderkrankungen können ebenfalls die Ursache für eine Amputation sein. Beispielsweise Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) kann im fortgeschritten Stadium zum sogenannten diabetischen Fuß führen. Dieser wird nicht mehr ausreichend durchblutet und das Gewebe stirbt ab. Oft muss der Arzt dann den Fuß oder Teile des Fußes amputieren, wie einzelne Zehen.

Eine Amputation ist des Öfteren bei schweren Verkehrsunfällen mit dem Auto oder auch Zugunglücken notwendig. Hier kann es vorkommen, dass Arme und Beine der Unfallopfer stark gequetscht oder verletzt sind, so dass der Arzt sie nicht mehr retten kann und sie deshalb amputieren muss.

Von einer Amputation spricht man auch, wenn durch einen Unfall Gliedmaßen oder -teile abgetrennt werden. In einigen Fällen kann der Chirurg versuchen, beispielsweise abgeschnittene Finger wieder anzunähen und die Funktion teilweise oder sogar vollständig wiederherzustellen.