Allergietest: Reibetest

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (03. September 2015)

Der Reibetest ist der verträglichste Allergietest. Allerdings ist ein negatives Testergebnis nicht sehr aussagekräftig. Das bedeutet, dass unter Umständen eine Allergie gegen die Testsubstanz besteht, obwohl der Reibetest negativ ausgefallen ist. 

Beim Reibetest trägt der Arzt das natürliche Allergen (z.B. Pflanzenextrakte, Hölzer) durch kreisförmiges Reiben auf die Innenseite des Unterarms auf. Zum Vergleich trägt er außerdem eine 0,9-prozentige Kochsalzlösung auf, die keinerlei Hautreaktion bewirken sollte (Negativkontrolle). Nach etwa 20 Minuten Wartezeit schaut sich der Arzt die Teststelle an und vergleicht die Hautreaktion mit der Stelle, auf die er die Kochsalzlösung aufgetragen hat.

Als Allergietest ist der Reibetest nur bei Typ-I-Allergien (Allergie vom Soforttyp) anwendbar – das heißt, wenn die allergische Reaktion innerhalb weniger Minuten eintritt und dabei heftige allergische Beschwerden zu erwarten sind. Zu den Typ-I-Allergien zählen unter anderem:

Bei anderen Allergietypen und Hauterkrankungen, wie Neurodermitis oder Kontaktekzemen, ist der Reibetest als Allergietest ungeeignet.

Scratchtest

Der Scratchtest ist etwas schmerzhaft und kommt daher zur Allergie-Diagnose bei Kindern eher selten zum Einsatz. Der Arzt ritzt die Haut am Unterarm oder Rücken vorsichtig mit einer Lanzette etwa einen Zentimeter lang an. Anschließend tropft er eine Lösung des Allergens auf die eingeritzte Stelle oder legt die Testsubstanz auf die Haut auf. Entwickeln sich nach etwa 20 Minuten Rötungen oder Schwellungen, besteht eine Allergie auf die getestete Substanz. Der Scratchtest kommt zum Nachweis von Typ-I-Allergien zum Einsatz.