Allergietest: Provokationstest

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (03. September 2015)

Beim sogenannten Provokationstest setzt man den Untersuchten unter natürlichen Bedingungen dem Allergen aus: Das heißt, wer möglicherweise auf bestimmte Arzneimittel allergisch reagiert, nimmt während eines Provokationstests den entsprechenden Wirkstoff ein (z.B. als Tablette). Man "provoziert" mit solch einem Allergietest also bei der Testperson eine körperliche Reaktion auf das vermutete Allergen.

Da Provokationstests als Komplikation schlimmstenfalls einen anaphylaktischen Schock zur Folge haben können, führt man sie eher selten durch – außerdem muss bei diesem Allergietest immer ein Arzt anwesend sein. In der Regel ist dafür ein kurzer stationärer Aufenthalt im Krankenhaus nötig.

Je nachdem, ob die allergischen Symptome die Augen, die Nase, die unteren Atemwege, die Haut oder den Magen-Darm-Trakt betreffen, gibt es unterschiedliche Formen des Provokationstests:

  • Konjunktivaltest: Der Arzt träufelt das Allergen in den Bindehautsack des Auges ein.
  • nasale Provokation: Der Arzt bringt das Allergen mithilfe eines Zerstäubers direkt in die Nase ein.
  • bronchiale Provokation: Der Untersuchte atmet das Allergen ein.
  • orale Provokation: Der Untersuchte schluckt das Allergen (z.B. das vermutete allergieauslösende Lebensmittel oder Arzneimittel).