Allergietest: Pricktest

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (03. September 2015)

Der Prick-Test ist der Allergietest der Wahl und die am häufigsten angewendete Untersuchungsmethode bei Allergien. Der Pricktest gilt in der allergologischen Praxis als Standardverfahren, weil er relativ präzise und gut verträglich ist.

Der Arzt markiert für den Test die Haut des Unterarms oder des oberen Rückens mit einem speziellen Stift. Anschließend tropft er verschiedene Testlösungen auf die markierte Haut und sticht nun mit einer feinen Nadel, der sogenannten Prick-Nadel oder Prick-Lanzette, die Haut unter dem Tropfen an. Außer einem kurzen Piks ist dabei nichts zu spüren. Außerdem trägt der Arzt zum Vergleich eine Kochsalzlösung (Negativkontrolle, keine Hautreaktion) und eine Histaminlösung (Positivkontrolle, in der Regel immer eine Hautreaktion) auf benachbarte Hautstellen auf.

Bilden sich nach 15 bis 20 Minuten Rötungen oder Schwellungen ("Quaddeln") an einer oder mehreren der getesteten Hautstellen, vergleicht der Arzt die Reaktion mit der Histaminkontrolle. Auf diese Weise kann er die Stärke der Allergie beurteilen. Mit dem Pricktest lassen sich, wie mit dem Reibe- und Scratchtest, allergieauslösende Substanzen (Allergene) bei Typ-I-Allergien nachweisen.

Das Bild zeigt eine Person beim Pricktest © Jupiterimages/iStockphoto

Der Pricktest gilt in der allergologischen Praxis als Standardverfahren. Der Test ist in der Regel schmerzfrei, präzise und gut verträglich.

Der Pricktest lässt sich auch als sogenannter Prick-zu-Prick-Test durchführen. Dabei sticht der Arzt die Prick-Lanzette zuerst in die zu untersuchenden Substanz (z.B. ein Lebensmittel) und dann anschließend in die Haut.