Allergietest: Epikutantest (Patchtest)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (03. September 2015)

Beim Epikutantest bringt der Arzt die allergieauslösenden Substanzen unter Pflastern auf die Haut (= epikutan) von Rücken oder Oberarm auf. Mit diesem Allergietest lassen sich sogenannte Typ-IV-Allergien (Allergie vom Spättyp) nachweisen, also beispielsweise Kontaktallergien auf:

Der Epikutantest lässt sich auch dazu verwenden, um allergische Reaktionen in Zusammenhang mit UV-Licht festzustellen (sog. Photopatchtest).

Vor dem Epikutantest reinigt der Arzt das zu testende Hautareal. Bei starker Körperbehaarung muss er die Stelle gegebenenfalls rasieren, damit das Pflaster gut klebt. Anschließend trägt er das Allergen in Form einer standardisierten Testreihe in unterschiedlichen Konzentrationen mit Pflastern auf die Haut auf.

Die Pflaster verbleiben 48 Stunden auf der Haut und dürfen nicht mit Feuchtigkeit oder UV-Lichtin Berührung kommen. Während dieser beiden Tage sollten Sie daher auf Baden und Duschen sowie auf Sport oder Besuche im Solarium verzichten.

Beim Photopatchtest bestrahlt der Arzt ein ausgesuchtes Hautareal mit UV-A-Licht. Denn einige Substanzen lösen erst in Verbindung mit Sonnenlicht eine allergische Reaktion aus.

15 bis 30 Minuten nach Entfernung der Pflaster untersucht der Arzt die Hautstellen auf eventuelle Veränderungen (Rötungen, Schwellungen), ebenso nach drei Tagen, gegebenenfalls auch später noch einmal. Nur eindeutig positive allergische Reaktionen weisen beim Epikutantest eine Allergie nach und werden anschließend in den Allergiepass eingetragen.