Akupunktur: Akupunkturpunkte

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Januar 2015)

Als Akupunkturpunkte bezeichnet man bestimmte Stellen auf der Haut. Nach Ansicht der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gelingt es über diese Punkte, auf ein System energieleitender Bahnen ("Meridiane") zuzugreifen, das darunter liegt. Laut TCM helfen diese klassischen Akupunkturpunkte dabei, den Transport der sogenannten Lebenskraft Qi zu beeinflussen. TCM-Mediziner bezeichnen Akupunkturpunkte als Shu ("Ort des Transports") oder Xue ("Loch", "Vertiefung").

Indem der Therapeut die Akupunkturnadeln setzt, löst er bei manchen Patienten eine spezielle Wahrnehmung oder Schmerzempfindung aus: das De Qi oder Deqi (sprich: "dör tschi"). Dies gelingt dem Therapeuten, indem er die Nadeln mit der Hand wiederholt dreht oder mithilfe eines elektrischen Apparates bewegt. Was der Betroffene genau empfindet, kann sehr unterschiedlich sein. Das Gefühl reicht von

  • "kribbelnd" über
  • "dumpf drückend" und
  • "muskelkaterartig" bis hin zu
  • "warm, elektrisierend".

Die Akupunkturpunkte liegen auf den Meridianen. © iStock

Die Akupunkturpunkte liegen auf den Meridianen.

Häufig liegen Akupunkturpunkte im direkten Umfeld von Knochen, Muskeln oder Sehnen beziehungsweise zwischen den genannten Strukturen. Akupunkturpunkte lassen sich nicht nur durch Akupunkturnadeln, sondern auch durch Druck stimulieren, so etwa durch den Druck des Fingers, der Hand, des Ellenbogens oder anderer Körperteile.