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Gebärmutterausschabung (Abrasio, Kürettage)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Mai 2010)

Durchführung

Bevor eine Abrasio (Gebärmutterausschabung, Kürettage) durchgeführt wird, wird in einer gynäkologischen Untersuchung die Lage der Gebärmutter (Uterus) festgestellt, um die Ausschabung zielgenau durchführen zu können.

In der Regel wird die Ausschabung der Gebärmutter unter einer kurzen Vollnarkose ambulant in einer gynäkologischen Praxis oder Klinik durchgeführt. Je nach Grund für die Ausschabung kann auch ein kurzer stationärer Aufenthalt notwendig sein. Mithilfe eines Instruments wird der Muttermund aufgedehnt und anschließend mit einem löffelartigen Instrument (Kürette) die obere Schleimhautschicht der Gebärmutter abgeschabt. Das entfernte Gewebe wird im Labor pathologisch untersucht, um die Art des Gewebes festzulegen und dadurch Rückschlüsse zu erhalten, ob eine Erkrankung, wie beispielsweise ein Tumor, vorliegt.

Eine besondere Form der Gebärmutterausschabung ist die Absaugung (Saugkürettage), bei der ein spezielles elektrisches Absauggerät eingesetzt wird. Durch ein dünnes Rohr, das in die Gebärmutter eingeführt wird, kann die Gebärmutterschleimhaut (oder bei einer Fehlgeburt die Reste des Embryos und des Mutterkuchens = Nachkürretage) abgesaugt werden. Die Saugkürretage ist die schonendste Form der Ausschabung der Gebärmutter und wird häufig auch für einen Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung) verwendet.

Bei der Aspirationskürettage wird ohne Narkose mithilfe einer dünnen Sonde nur eine kleine Menge Gebärmutterschleimhaut zu diagnostischen Zwecken gewonnen.

Bei der fraktionierten Abrasio wird zunächst der Gebärmutterhals und erst im Anschluss die Gebärmutterhöhle ausgeschabt. Die unterschiedlichen Proben können dann feingeweblich untersucht werden.






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