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Abrasio (Kürettage, Gebärmutterausschabung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. April 2014)

Durchführung

Vor einer Abrasio (Gebärmutterausschabung, Kürettage) untersucht der Frauenarzt die Patientin gründlich gynäkologisch. Dabei achtet er besonders darauf, wie die Gebärmutter (Uterus) liegt. Dies hilft dabei, Komplikationen bei der Abrasio zu vermeiden.

In der Regel erhält die Frau vor der Kürettage eine Vollnarkose. Für den Eingriff muss sie in der Regel nicht für längere Zeit ins Krankenhaus – die Abrasio kann ambulant in einer gynäkologischen Praxis oder Klinik erfolgen. Je nach Grund für die Ausschabung kann jedoch auch ein kurzer stationärer Aufenthalt notwendig sein.

Während die Patientin in Vollnarkose liegt, führt der Operateur über die Scheide ein spezielles Instrument ein, mit dem er den Muttermund aufdehnt. Anschließend führt er die Kürette – ein löffelartiges Instrument – ebenfalls über die Scheide in die Gebärmutter ein. Mit der Kürette, die aufgrund ihrer Form auch als scharfer oder stumpfer Löffel bezeichnet wird, schabt der Arzt die obere Schleimhautschicht der Gebärmutter ab.

Das entfernte Gewebe lässt der Arzt im Labor auf Veränderungen und Auffälligkeiten untersuchen. Dies gibt Rückschluss auf verschiedene Erkrankungen, zum Beispiel Tumoren.

Eine besondere Form der Gebärmutterausschabung ist die Saugkürettage, bei der der Operateur ein spezielles elektrisches Absauggerät verwendet. Über ein dünnes Rohr, das der Arzt in die Gebärmutter einführt, kann er die Gebärmutterschleimhaut entfernen.

Die Saugkürretage ist die schonendste Form der Ausschabung der Gebärmutter. Sie wird häufig auch für einen Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung) verwendet.

Eine weitere Sonderform der Abrasio ist die Aspirationskürettage. Dazu ist keine Vollnarkose notwendig, da der Arzt den Muttermund nicht aufweiten muss. Mithilfe einer dünnen Spezial-Kürette kann der Arzt eine kleine Menge Gebärmutterschleimhaut gewinnen, um diese im Labor untersuchen zu lassen. Die Aspirationskürettage ist daher nicht dazu geeignet, größere Schleimhautmengen zu entfernen, um bestimmte Beschwerden zu lindern. Auch eine Nachkürettage nach einer Fehlgeburt ist mit dieser Abrasio-Methode nicht möglich.

Bei der fraktionierten Abrasio schabt der Operateur zunächst den Gebärmutterhals und erst im Anschluss die Gebärmutterhöhle aus. Die unterschiedlichen Proben können dann im Labor auf Veränderungen untersucht werden.






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