Stillen: Wenn Sie nicht stillen möchten

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (16. August 2016)

Die wichtigste Voraussetzung für erfolgreiches Stillen ist eine zufriedene Mutter, die den Wunsch zu stillen in sich trägt. Es gibt aber auch Frauen, die nicht stillen möchten, die sich etwa aus persönlichen Interessen wie hohem beruflichen Engagement oder Wunsch nach Unabhängigkeit bewusst gegen das Stillen entscheiden. Andere wiederum haben vielleicht Angst vor dem Stillen oder fühlen sich bei dem Gedanken daran, dass ein anderes Wesen an Ihrer Brust trinkt, unwohl.

Am besten ist es, sich schon während der Schwangerschaft zu entscheiden, ob Sie Ihr Baby stillen möchte. Halbherzige Stillversuche sind meist schon im Voraus zum Scheitern verurteilt. Wenn Sie sich mit dem Stillen absolut nicht anfreunden können, ist es außerdem unkomplizierter, die Milchbildung bereits vor dem Milcheinschuss zu unterdrücken, als wenn dieser bereits erfolgt ist.

Wichtig ist, dass Sie sich nicht von der vorherrschenden Meinung, Stillen sei das Beste für Ihr Baby, unter Druck setzen lassen. Stillen funktioniert nur stressfrei, wenn es für Mutter und Kind eine angenehme Erfahrung ist. Sie tun sich und Ihrem Kind keinen Gefallen, wenn Sie sich selber zum Stillen zwingen, obwohl Sie es nicht möchten.

Es kann aber hilfreich sein, sich mit dem Thema zu beschäftigen, auch wenn Sie es zunächst ablehnen. Vielleicht kann eine professionelle Stillberaterin oder die Hebamme Ihres Vertrauens Ihre Bedenken ausräumen oder Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, trotz beispielsweise Karrierewunsch entspannt stillen zu können.


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