Neugeborenenakne (Acne neonatorum): Neugeborenenakne (Acne neonatorum)

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (09. September 2014)

Neugeborenenakne (Acne neonatorum) kommt etwa bei jedem fünften Neugeborenen vor. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. Die auch Babyakne genannten kleinen roten Pusteln mit gelblichen Knötchen in der Mitte der Pickel zeigen sich meistens um die dritte Lebenswoche an den Wangen (selten auch an der Stirn). Einige Babys kommen auch schon mit Neugeborenenakne zur Welt.

Die Neugeborenenakne ist medizinisch zwar eine Sonderform der Acne vulgaris (also der "normalen" Akne, die auch in der Pubertät auftritt), muss in der Regel aber nicht behandelt werden, weil sie nicht juckt, keine Narben hinterlässt und selbstständig innerhalb weniger Wochen bis Monate abheilt.

Während der Schwangerschaft und unter der Geburt ist das Baby den mütterlichen Hormonen ausgesetzt, die aus dem Blut der Mutter über die Plazenta auf das Kind übergehen. Nach der Geburt sinkt der Spiegel mütterlicher Hormone schnell ab. Die Folge: Die Empfindlichkeit der Talgdrüsen erhöht sich, was sich wiederum auf die Haut auswirkt, unter anderem in Form einer Babyakne.

Da sich der Körper des Babys mit der Zeit auf den neuen Hormonspiegel einstellt, verschwindet die Neugeborenenakne von selbst.

Viele Eltern machen sich Gedanken, ob Sie Ihr Baby falsch ernährt haben – die Neugeborenenakne hat aber nichts mit der Ernährung zu tun, darum ist eine Ernährungsumstellung aufgrund der Pusteln unnötig.

Die Neugeborenenakne kann durch Reizungen stärker werden, zum Beispiel:

  • durch Speichel bei sabbernden Babys,
  • durch ausgespuckte Milch,
  • wenn Sie oder das Baby an den Pusteln kratzen oder
  • wenn das Baby Zigarettenrauch ausgesetzt ist.

Achten Sie darauf, die Pusteln der Neugeborenenakne nicht aufzukratzen oder gar auszudrücken. Halten Sie außerdem das Gesicht Ihres Babys trocken, zum Beispiel indem Sie immer ein trockenes, sauberes Spucktuch unterlegen.


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