Gesunde Ernährung fürs Baby

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (14. Oktober 2016)

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Gesunde Ernährung für Babys – was bedeutet das? Ein Baby kann nicht wie ein älteres Kind oder ein Erwachsener ernährt werden, da sein Magen-Darm-Trakt sich noch entwickeln muss. Doch wie lange sollte man beim Baby auf eine spezielle Ernährung achten und wie entwickelt sich die Ernährung des Babys im Verlauf des ersten Jahres?

Die Ernährung von Babys gliedert sich in drei Abschnitte:

Dabei ist der letzte Abschnitt der "bleibende", denn bei der Familiennahrung handelt es sich um die ganz normale gesunde Ernährung, die auch für ältere Kinder und Erwachsene gilt, also "Essen wie die Großen".

Im Abschnitt Milchnahrung besteht Babys Ernährung aus ebendem: Milch. Ob in Form von Muttermilch oder als Flaschennahrung – wichtig ist hier vor allem, dass Ihr Baby in den ersten vier Lebensmonaten ausschließlich Milch mit den nötigen Nährstoffen erhält und nicht mit anderer Nahrung zugefüttert wird.

Die Beikost besteht dann aus dem ersten Brei und nach und nach aus weiteren Lebensmitteln und Getränken, die dem Kind ohne Stress nahegebracht werden. Die Beikost-Ernährung überschneidet sich einige Zeit mit der Milchnahrung, bis sich das Baby an mehrere feste Mahlzeiten am Tag gewöhnt hat und nach und nach weniger Milchmahlzeiten benötigt.

Tabelle Babys Ernährung im ersten Jahr

Ernährungsplan fürs Baby

Mit den ersten Zähnen wächst dann das Interesse an der festen Nahrung der Erwachsenen oder älteren Geschwister. Etwa ab dem ersten Geburtstag sind die meisten Babys so weit, an der Familiennahrung teilzunehmen. Hier ist Vorsicht geboten: Nicht alles, was das Baby schon essen kann, darf es auch essen! Gesunde Ernährung bedeutet für Babys zum einen, altersgerechte Nahrung (Milch, Brei, feste Nahrung) zu erhalten. Zum anderen gibt es verbotene Lebensmittel, auf die Sie im ersten Lebensjahr Ihres Babys unbedingt verzichten sollten (wie beispielsweise Honig, Nüsse oder zu viel Eiweiß).

Zwingen Sie Ihr Baby nicht, etwas zu essen, das es nicht mag. Zum einen ist der Geschmack abhängig von der Tagesform: Auch wir Erwachsenen mögen manchmal bestimmte Dinge nicht, die wir am nächsten Tag wieder gerne essen. Zum anderen kann es einfach sein, dass Ihrem Baby Brokkoli nicht schmeckt, es alternativ aber gerne Spinat mag. Dann lassen Sie Brokkoli in der Ernährung Ihres Babys einfach erst einmal aus.

Andererseits sollten Sie Ihrem Kind nicht immer vorenthalten, was als ungesund verschrien ist. Natürlich gibt es verbotene Lebensmittel im ersten Lebensjahr, die Sie meiden sollten. Aber Fettes oder Süßes muss nicht grundsätzlich in der Ernährung von Babys gestrichen werden. Auf die Menge kommt es an.

Wichtig ist: Machen Sie aus der Ernährung Ihres Babys keine Wissenschaft! Wenn Sie grundlegende Empfehlungen beherzigen, sind Sie auf der sicheren Seite. So können etwa Saisontabellen helfen, besonders schadstoffarm und vitaminreich zu kochen, und eine kleine Liste am Kühlschrank, die die vorerst verbotenen Lebensmittel auflistet, kann Ihnen Sicherheit geben.


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