Ernährung in der Stillzeit: Alkohol & Rauchen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (06. April 2011)

Nicht nur in der Schwangerschaft, auch in der Stillzeit ist Alkohol natürlich tabu – denn auch Alkoholisches gelangt über die Muttermilch in den Körper Ihres Kindes. Ein kleines Glas Alkohol sollte die große Ausnahme darstellen und möglichst direkt nach dem Stillen getrunken werden, damit er sich bis zum nächsten Stillen weitgehend abgebaut hat!

Auch auf die Zigarette sollten Sie in der Stillzeit verzichten – die Giftstoffe gehen in hoher Konzentration in die Muttermilch über, zudem kann die Milchbildung beeinträchtigt werden.

Wenn es mit dem kompletten Rauchstopp nicht auf Anhieb klappen sollte, versuchen Sie in jedem Fall, Ihren Zigarettenkonsum einzuschränken. Es empfiehlt sich, mindestens eine Stunde vor dem nächsten Stillen keine Zigarette mehr zu rauchen.

Allergien und Beschwerden vorbeugen?

Manche Mütter versuchen, einer Allergie bei ihrem Kind vorzubeugen, indem sie einige Nahrungsmittel nicht mehr zu sich nehmen – so beispielsweise Nüsse, Eier oder Fisch. Während der Stillzeit ist es aber nicht nötig, auf solche pozentiell allergieauslösenden Lebensmittel (sog. Allergene) zu verzichten. Im Gegenteil: Wer aus Vorsicht bestimme Nahrungsmittel weglässt, riskiert, dass das Kind zu wenig Nährstoffe über die Muttermilch bekommt.

Das Bild zeigt eine Frau und ein Baby im Bett. © Jupiterimages/Goodshoot

Der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel beugt späteren Allergien des Kindes nicht vor.

Wenn Sie stillen, haben Sie schon für den besten Allergieschutz gesorgt: Wer mindestens vier Monate lang voll stillt, senkt das Allergie-Risiko für sein Kind.

Wenn Sie die Wahrscheinlichkeit einer späteren Allergie bei Ihrem Sprössling weiter minimieren möchten, können Sie dies mit Fisch tun – Fisch in der Stillzeit reduziert die Wahrscheinlichkeit einer späteren Allergie.

Essen Sie zweimal in der Woche Seefisch – mindestens einmal davon sollte es fettreicher Fisch wie Lachs, Hering oder Makrele sein.

Um Blähungen oder andere Verdauungsprobleme bei Ihrem Kind zu vermeiden ist es nicht nötig, beim Stillen schon im Voraus auf blähende Nahrungsmittel wie Kohl, Zwiebeln oder Hülsenfrüchte zu verzichten. Falls Ihr Kind Blähungen hat, können Sie selbst herausfinden, ob eventuell ein bestimmtes Nahrungsmittel dazu geführt hat – indem Sie es für eine Weile weglassen.

Dass Zitrusfrüchte oder Gemüse wie Tomaten und Gurke zu einem wunden Po bei Kindern führen, konnte bislang nicht erwiesen werden. Auch hier gilt: Sollte Ihr Kind derartige Beschwerden haben, testen Sie am besten selbst, ob ein Lebensmittel hiermit in Zusammenhang stehen könnte.


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