Durchfall bei Baby und Kleinkind: Durchfall beim Kleinkind

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (25. Juni 2014)

Durchfall ist beim Kleinkind weniger besorgniserregend als beim Säugling. Kleinkinder trocknen nicht so schnell aus wie ein Baby und haben bereits eine robustere Konstitution.

Das können Sie tun

Wenn Ihr Kleinkind Durchfall hat, sich sonst aber normal verhält, sollten Sie für ausreichend Flüssigkeit sorgen und fürs Erste nur Schonkost anbieten, damit sich Magen und Darm erholen können.

Bieten Sie Ihrem Kind folgende Flüssigkeiten zum Trinken an (am besten alle der genannten im Wechsel):

  • stille bzw. kohlensäurearme Mineralwasser mit hohem Gehalt an Calcium, Natrium, Kalium und Magnesium
  • Kräuter- oder Früchtetee mit Traubenzucker und etwas Salz
  • Glukose-Elektrolyt-Lösungen (aus der Apotheke)
Ein kleines Mädchen sitzt auf dem WC. © Jupiterimages/iStockphoto

Durchfall verschwindet beim Kleinkind meist von selbst.

Um Magen und Darm zu schonen, sollte Ihr Kind bei Durchfall lieber mehrere kleine, zuckerarme Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen. Dabei bieten sich folgende Lebensmittel an:

  • Kartoffel-Möhrenbrei
  • mit Schale geriebener Apfel
  • zerdrückte Banane
  • fein püriertes Geflügelfleisch
  • Zwieback
  • Salzstangen (am besten zusammen mit Banane, um sowohl den Natrium- als auch den Kaliumverlust zu beheben)

Cola ist nichts für Kinder! Cola enthält viel Zucker – und gerade bei Durchfall sollte man zuckerreduziert essen. Cola kann die Probleme bei Durchfall sogar verschlimmern: Zucker entzieht dem Körper Wasser – Cola fördert also den Flüssigkeitsverlust.

Das kann der Arzt tun

Wenn der Durchfall bei Ihrem Kleinkind anhält oder weitere Symptome dazukommen, sollten Sie den Kinderarzt aufsuchen. Achten Sie auf folgende Symptome:

Bei Kleinkindern ist die Gefahr auszutrocknen deutlich geringer als bei Säuglingen. Trotzdem kann es auch hier zu einem gefährlichen Flüssigkeits- und Elektrolytverlust kommen, der wie beim Säugling umgehend behoben werden muss. Dies geschieht auch hier über die Gabe von Glukose-Elektrolyt-Lösungen – wenn möglich, indem das Kind diese trinkt, sonst per Magensonde oder, seltener, direkt über das Blut (intravenös).

Liegt dem Durchfall eine Erkrankung zugrunde, behandelt der Kinderarzt diese nach Möglichkeit. Im Fall von Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist es wichtig, die entsprechenden Lebensmittel zu meiden. Medikamente, die für den Durchfall verantwortlich sein könnten, müssen in Absprache mit dem Kinderarzt abgesetzt oder gegen ein gleichwertiges Medikament ausgetauscht werden.


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