Beikost – der erste Brei: Mittagsbrei: Der erste Gemüsebrei

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (15. September 2017)

Säuglinge können sowohl mit gekauften Breis als auch mit selbstgemachter Kost ernährt werden. Häufig bietet sich – nicht zuletzt aus Zeit- und Kostengründen – eine Kombination von beidem an.

Als erster Brei bietet sich ein Gemüsebrei zum Mittag an. Zum Beikoststart sollte der Brei möglichst flüssig sein und keine Stückchen enthalten, da Babys sich schnell verschlucken. Zu fester Brei kann außerdem einen Würgereiz auslösen. Ist der Brei zu fest, verdünnen Sie ihn mit etwas abgekochtem Wasser oder Obstsaft.

1. Schritt

Zunächst können Sie es mit gedünsteten und pürierten Karotten oder Pastinaken versuchen, die Sie vom Löffel oder mit der Fingerkuppe geben. Mindestens in der ersten Woche sollten Sie täglich nur eine Breimahlzeit aus einem Lebensmittel anbieten, am besten den Mittagsbrei. Nimmt das Baby zum Beispiel Karottenbrei gerne an, füttern Sie während der ersten ein bis zwei Wochen nur diesen. Stillen Sie zusätzlich oder geben Sie Ihrem Kind die Flasche, denn die ersten Beikost-Versuche sättigen noch nicht, sondern dienen lediglich der Übung.

2. Schritt

Haben Sie das Interesse Ihres Kindes an Beikost geweckt, ergänzen Sie den Gemüsebrei um Kartoffeln. Auch diesen Brei geben Sie Ihrem Kind wieder über eine Zeit von etwa ein bis zwei Wochen. Am Ende dieser Zeit sollte die Mahlzeit 150 Gramm umfassen – 100 Gramm Gemüse und 50 Gramm Kartoffeln.

3. Schritt

Anschließend wird der Brei um einen Esslöffel Rapsöl erweitert sowie jetzt oder im nächsten Schritt, um den Eisenbedarf zu decken, mit etwa 30 Gramm Fleisch (Rinderhack oder feines Putenfleisch). Alternativ zum Fleisch können Sie 10 Gramm Hafer- oder Hirseflocken (vegetarischer Brei) verwenden. 

Um den Vitaminbedarf zu decken, können Sie zum Nachtisch etwas Obstmus anbieten. Alternativ setzen Sie dem Gemüsebrei drei bis vier Löffel Obstmus oder Obstsaft zu.

Nach ein bis zwei Monaten isst Ihr Kind zum Mittag einen vollständigen Gemüsebrei als Beikost. Sie können nun ein weiteres Gemüse hinzufügen oder die Gemüsesorten variieren. Achten Sie jedoch darauf, Ihrem Kind nicht zu häufig neue Zutaten anzubieten.

Welches Gemüse?

Als Gemüse für den ersten Brei bieten sich an:

  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Fenchel
  • Kohlrabi
  • Kürbis
  • Möhren
  • Pastinaken
  • Zucchini

Kartoffeln zählen zwar grundsätzlich auch zum Gemüse, werden in der Beikost jedoch separat behandelt, da sie sehr nährstoffreich sind. Der Mittagsbrei besteht entsprechend aus Kartoffeln plus ein bis zwei Gemüsesorten.

Warum Kartoffeln?

Kartoffeln sind nährstoffreicher als Reis und Nudeln und eignen sich daher besser für den ersten Brei. An Reis und Nudeln kann Ihr Baby sich zudem verschlucken. Kartoffeln hingegen lassen sich gut zerdrücken oder pürieren.

Mit der Zeit können Sie Ihrem Kind natürlich auch hin und wieder Reis und Nudeln anstelle von Kartoffeln anbieten.


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